Ein Leben für das Akkordeon

Nachruf auf Ingeborg Mückenberger, Mitbegründerin des  Akkordeonorchesters Unterpfaffenhofen (AOU)

Ingeborg Mückenberger beim Akkordeonspielen.
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Ingeborg Mückenberger bei ihrer großen Leidenschaft: dem Akkordeonspielen.

Germering – Am 5. Februar 2021 ist für Ingeborg Mückenberger nach 94 Jahren ein von der Liebe und Hingabe zur Akkordeonmusik erfülltes Leben zu Ende gegangen. 1975 hat sie das Akkordeonorchesters Unterpfaffenhofen (AOU) gegründet und die ersten 24 Jahre geleitet.

Mit dem AOU war sie sehr erfolgreich, hat mehrmals den Titel bei den Bayerischen Meisterschaften und als Höhepunkt 1989 den Titel beim Internationalen Akkordeon-Festival in Innsbruck gewonnen. Außerdem wurden Rundfunkaufnahmen und verschiedenen Konzertreisen durchgeführt. Ihre Persönlichkeit wurde 1994 durch die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes entsprechend gewürdigt.

„Die richtige Freude macht Musik erst dann, wenn man sie mindestens zu zweit spielt!“ Das war der Wahlspruch der Musikpädagogin und so saß jeder ihrer Schüler nach kurzer Zeit in einer Spielgruppe, besser einem Orchester, mindestens aber in einem Duo. Mehr als ein Dutzend Orchester hat sie im Großraum München gegründet. Zu ihrer Spitzenzeit leitete sie elf Orchester gleichzeitig.

Ihr Nachfolger als Dirigent des AOU, Rupert Fischer, äußert sich wie folgt: „Wir alle haben ihre fordernde, fördernde und nie nachlassende motivierende Art geliebt, denn nur so haben wir als Einzelne und als Orchestergemeinschaft oft mehr leisten können, als wir uns selbst je zugetraut hätten.“ So hat die „Grand Dame des Akkordeons“ mit ihrer Begeisterung selbst im fortgeschrittenen Alter vielen Kindern und Jugendlichen weit mehr als nur das Akkordeon spielen und die Freude am gemeinsamen Musizieren beigebracht. Ingeborg Mückenberger hat sie über viele Jahre begleitet, wesentlich zur Persönlichkeitsentwicklung beigetragen und Gruppen geformt, aus denen nicht selten Freundschaften entstanden sind, die weit über die Orchesterproben hinausgehen. Dass man als langjähriger Orchesterspieler unter ihrer Leitung gelegentlich Ziel eines fliegenden Taktstocks oder eines erzürnten „Hergoles!“-Ausrufs wurde, nahm man gerne als unverzichtbares didaktisches Hilfsmittel hin.

Die Mitglieder des AOU verneigen sich in Dankbarkeit vor Ingeborg Mückenberger, denn „was wir sind, was wir können und was wir in den 40 Jahren unseres Bestehens erreicht haben, verdanken wir zum allergrößten Teil unserer Ingeborg.“

red

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