Nächste Termine

Weltblutspendetag: Piksen lassen, um Leben zu retten

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Trotz sommerlicher Hitze waren meist alle Liegen besetzt.

Mit einem kleinen Pikser Leben retten ist noch immer nicht selbstverständlich. Doch es gibt sie, die regelmäßigen Blutspender.

Gröbenzell – Einige werden am 14. Juni am 16. Weltblutspendetag in Berlin geehrt. Doch noch immer ist die Möglichkeit Blut zu spenden, nicht in der gesamten Bevölkerung angekommen. Immerhin kommen am 3. Juni trotz Hitze fast 100 Personen in den Gröbenzeller Pfarrsaal.

Registrieren, Formular, Ärztegespräch

Einer von ihnen ist Stefan Ullmann. Der Gröbenzeller spendet seit etwa vier Jahren regelmäßig. „Das erste Mal gespendet habe ich in meiner Zeit bei der Bundeswehr, aber dann lange gar nicht mehr. Irgendwann habe ich mich gefragt, warum eigentlich nicht“, erzählt er. Immerhin täte das Blutspenden ja nicht weh. Der 55-Jährige versuche etwa zweimal im Jahr zur Blutspende zu kommen, immer dann, wenn der Blutspendedienst in Gröbenzell vor Ort ist. Die ersten drei Stationen hat er bereits hinter sich. Die Registrierung am Empfang mit seinem Blutspendeausweis und Personalausweis, die Station um den ärztlichen Fragebogen auszufüllen und den Hämoglobin-Wert-Test. Bei letzterem wird eine kleine Blutprobe am Finger oder Ohr genommen, um den Hämoglobin-Wert zu Bestimmen. Hämoglobin (Hb) ermöglicht den Transport von Sauerstoff und Kohlenstoffdioxid im Körper und muss bei einer Blutspende einen gewissen Normalwert haben.

Einige Reiseziele schließen von der Spende aus

Bei Ullmann hat alles gepasst, sonst würde er nicht gerade für das vertrauliche Ärztegespräch anstehen. Hier wird ein Arzt seine Temperatur und den Blutdruck messen sowie den Fragebogen durchgehen. Wichtig ist zum Beispiel, dass man in den letzten Monaten oder Wochen in keinem Risiko-Gebiet war. Denn Aufenthalte in bestimmten Ländern schließen einen von der Spende aus. Wer beispielsweise Urlaub in Singapur gemacht hat, muss sechs Monate pausieren. Passt der Blutdruck, die Temperatur und sind alle Fragen geklärt, darf Ullmann zum nächsten Blutspende-Mitarbeiter, der ihm die Utensilien für die Blutspende mitgibt. Damit darf er sich eine Liege aussuchen. Dort wird gepikst. Das Blut, genauer 500 Milliliter, fließt in den Plastikbeutel.

Ruhen, Essen, Trinken, Geschenk aussuchen

Die nächsten Termine:

Olching: Freitag, 14. Juni – am Weltblutspendertag – in der Mittelschule von 16 bis 20 Uhr

Maisach: Montag, 24. Juni, in der Grundschule von 15.30 bis 20 Uhr

Germering: Montag, 15. Juli, in der Stadthalle von 15 bis 20 Uhr

Fürstenfeldbruck: Am Freitag 19. Juli, im Pfarrsaal St. Bernhard von 15.30 bis 20 Uhr

Fürstenfeldbruck, Mittwoch, 24. Juli, im BRK Haus von 15.30 bis 20 Uhr

Mammendorf: Mittwoch, 31. Juli, in der Dorothea von Haldenberg Schule von 15 bis 20 Uhr.

Nach der Blutspende sollten die Spender noch einige Zeit ruhen und liegen bleiben. Wer danach nicht möchte, dass seine Blutspende verwendet wird, kann dies noch immer geheim mit einem Kreuz auf einem Formular mitteilen. Auch wenn jeder Spender vor der guten Tat auf den Tag verteilt genug Trinken und Essen sollte, dürfen sie sich danach kostenlos mit einem Snack und Getränken stärken. Die Mitarbeiter der BRK-Bereitschaft haben das Essen und den Kaffee schon weit vor 16 Uhr vorbereitet. Als Dankeschön darf sich jeder Spender noch ein Geschenk aussuchen: Dinkelnudeln, Trinkgefäße oder Senf liegen hier beispielsweise für die Spender bereit.

 Kohr

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