Verein sucht kreative Spendenaktionen für Vogel- und Fledermaus-Notruf

Natur-Herausforderung des LBV

Eine Bartfledermaus wurde von Bianca Rausch aufgepeppelt.
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Eine Bartfledermaus wurde von Bianca Rausch aufgepeppelt.

Landkreis Fürstenfeldbruck – In diesem Jahr findet die traditionelle LBV-Sammelwoche über bestellbare Spendenbriefe zum ersten Mal digital und kontaktlos statt. Doch selbst das ist für viele Schulen im Landkreis durch den fehlenden Präsenzunterricht fast unmöglich. Damit jedoch diese wichtigen Spenden für den Artenschutz in der Region nicht vollkommen wegfallen, geht die LBV-Kreisgruppe Fürstenfeldbruck einen anderen Weg: Sie ruft zur Nature Challenge 2021 auf.

Interessierte suchen sich Mitstreiter aus Familie, Freundes- oder Kollegenkreis, Verein oder Schulklasse. Das Team überlegt sich dann eine kreative Aktion und sucht unterstützende Sponsoren. Dabei sind den Ideen kaum Grenzen gesetzt, aber coronakonform sollten sie sein: Müll sammeln, radeln, laufen, eine Woche plastikfrei leben oder fleischlos essen, Springkraut zupfen, Bilder malen, die Natur entdecken – für jeden Kilometer oder für jedes Kilogramm Müll spenden Sponsoren einen Euro. Wer eine Nature Challenge ins Leben ruft, kann wählen, ob das gesammelte Geld dem Vogel-Notruf oder dem Fledermaus-Notruf im Landkreis zugutekommt. Alle Informationen und das Online-Formular zum Start einer persönlichen LBV Nature Challenge finden sich unter www.fuerstenfeldbruck.lbv.de. Die Nature Challenges sollen bis 31. Mai laufen.

„Auch in diesem Jahr ist es undenkbar, dass Schüler mit Sammeldosen von Haustür zu Haustür ziehen. Doch unsere Naturschutzarbeit läuft weiter. Mit den Nature Challenges können sich Kinder wie Erwachsene kreativ für die Natur engagieren. Das bringt Abwechslung in den Lockdown-Alltag und gleichzeitig unterstützen die Aktionen zwei unserer wichtigsten ehrenamtlichen Artenschutzprojekte im Landkreis: den Vogel-Notruf und den Fledermaus-Notruf“, sagt Simon Weigl, Leiter der Geschäftsstelle des LBV Fürstenfeldbruck.

Der Vogel-Notruf in Olching ist eine Naturschutzinstitution, die weit über die Landkreisgrenzen hinaus bekannt ist. Seit mehr als 30 Jahren kümmert sich Gerhard Wendl fast rund um die Uhr um in Not geratene Vögel und zieht verwaiste Jungvögel mit der Hand auf. Jedes Jahr pflegt er etwa 500 Vögel und wildert sie wieder aus. Bei dieser Mammutaufgabe ist Wendl auf Spenden für Futter und Baumaterial für die Volieren angewiesen.

Vor über zehn Jahren hat Bianca Rausch ihr Herz an die Fledermäuse verloren. Jedes Jahr versorgt sie etwa 50 bis 70 dieser gefährdeten Säugetiere bei sich zu Hause. Teilweise fährt sie mehrere Hundert Kilometer, um eine gefundene Fledermaus abzuholen und wieder aufzupäppeln. Für diesen Einsatz und für Futter ist Rausch ebenfalls auf Spenden angewiesen.

red

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