Unser Land feiert

Pionierarbeit für Regionalität

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Strahlten mit der Sonne beim Netzwerkfest um die Wette (von links) Dr. Michael Dippold, Vorsitzender der Solidargemeinschaft Brucker Land, Martina Oswald, die Kinderkochkurse für den Verein organisiert, zweite Vorsitzende Rita Multerer und Hans Kraut, Beisitzer Landwirtschaft.
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Alfred Wagner stellt gemeinsam mit Isabella Maria Weiss die Mehlhstellung vor.
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Engelbert Jais (rechts) plauscht mit Alois Glück (links) über richtig gutes Fleisch. (2. v.l. Julia Seiltz, Geschäftsführerin Unser Land, 3.v.l. Adriane Schua, 1. Vorsitzende Dachverein Unser Land e.V.)
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Schirmherr Alois Glück würdigte in seiner Rede das große Engagement von Unser Land.
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Schmeckt und ist gesund: Markus Gradl serviert Holunder.
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Ausflug in die Welt von Fabelwesen – das Märchenzelt!
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Theo Hartl gibt seinen Senf dazu

Olching – Die „Unser Land-Initiative” hat zum diesjährigen Netzwerkfest auf den Hatzelhof in Esting (Olching) eingeladen. Zahlreiche Anbieter regionaler Produkte und interessierte Verbraucher haben sich auf dem Gelände des Biobetriebes eingefunden, um sich auszutauschen.

Der frühere Landtagspräsident Alois Glück hielt als Schirmherr des Netzwerkes die Festrede zum Thema: „Die Welt lebt von Menschen, die mehr tun als ihre Pflicht”. Pfarrer Josef Steindlmüller und Pfarrerin Simone Oppel brachten es in einer ökumenischen Andacht zum Ausdruck, was die Aktiven tagtäglich tun: Es geht darum, die Landschaft als Geschenk Gottes, die wichtiger Teil unserer Heimat ist, zu erhalten. Angefangen hat alles im Jahr 1994 mit der Gründung des Vereines „Solidargemeinschaft Brucker Land”. Damit war die Keimzelle für eine umfassende regionale Entwicklung geschaffen worden. Menschen mit unterschiedlichen Talenten und Ideen hatten sich zusammen gefunden, um die heimische Produzenten für Lebensmittel zu stärken und mit dem Verbraucher zusammen zu bringen. Dies erforderte sehr bald, dass die ideelle Struktur durch eine professionelle Vermarktungsgesellschaft erweitert werden musste. Heute verbindet das Netzwerk Aktivitäten in zehn Landkreisen im Raum München. 

Rita Multerer: "Nur wenn die Existenz der Erzeuger gesichert ist, macht die regionale Kreislaufwirtschaft Sinn”.

Die Unser Land GmbH beliefert mehr als 500 Märkte mit 120 regional erzeugten Produkten. “Der Erfolg dieser Initiative ist sicherlich den Menschen zu verdanken, die von Anfang an sich ganz für diese Sache eingesetzt haben”, stellte Dr. Michael Dippold als erster Vorsitzender der Solidargemeinschaft Brucker Land fest. “Die Überzeugung, damals und heute, dass die Erzeugung von Lebensmittel deutlich anders werden kann”, sei der Grundgedanke für den Aufbau des Netzwerkes gewesen. Letztlich soll dem Verbraucher vermittelt werden, welchen Beitrag er zur Erhaltung der Kulturlandschaft leisten kann, wenn er regional erzeugte Lebensmittel einkauft. Die zweite Vorsitzende der Solidargemeinschaft, Rita Multerer, die zu den Gründungsmitgliedern des Vereines gehörte, brauchte es auf den Punkt: “Sobald der Konsument die Zusammenhänge erkennt, ist er eher bereit, sein Einkaufsverhalten zu Gunsten seiner Heimat zu verändern”. Für den Vertriebsleiter der Unser Land-GmbH, Steffen Wilhelm, geht es auch darum, sicher zu stellen, dass der Erzeuger gut bezahlt werden kann: "Nur wenn die Existenz der Erzeuger gesichert ist, macht die regionale Kreislaufwirtschaft Sinn”. Die Vermarktungsorganisation gehe deshalb anders vor, als ausschließlich gewinnorientiere Handels-Unternehmen. Erst wird der Produzent gefragt, welchen Preis er für sein Produkt erzielen muss, dass dies in bester Qualität langfristig angeboten werden kann. Danach wird ausgelotet, ob der Handel einen Verkaufspreis erzielen kann, die alle Kosten decken. Dieses Verfahren wurde dann auch für die neueste Produktlinie der Bioeier angewendet, die demnächst in den Handel kommen.


Georg Johannes Miller

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