Neu: "Atelier Ringstraße"

Das „atelier ringstrasse“ mit (von links) Elisabeth Braumann, Renate Vollertsen, Anna Birwé, Christine Greil. Annett Plansky, Maria Knoll, Barbara Curstädt, Laudator Gert Venzky, Hanna Strahl und Christine Bader. Foto: Schäftlein

Die neue Gruppierung um die Malerin und Kunsttherapeutin Hanna Strahl, Dozentin für Maltechniken an Volkshochschulen, hat sich nach bereits kurzer Zeit veranlasst gesehen, mit einer ersten Ausstellung für drei Tage an die Öffentlichkeit zu gehen. Unterstützt wurde sie bei ihrem Erstauftritt vom Johannis-Bläser-Sextett aus Olching.

 Der Titel „Atelier Ringstrasse“ wurde – so Elisabeth Braumann – „von Hanna Strahl für gut befunden …“ Die Arbeiten der neun Künstlerinnen stellte der ehemalige Bühnenbildner an Münchner und Stuttgarter Häusern, Gert Venzky, vor: Feinsinnig in klassische Literatur und Werke malender Vorbilder eingewoben und in Anwesenheit von Olchings Kulturreferentin Heike Lotterschmid. Das im KOM Vorgefundene glaubte er mit „Malerei ist stumme Poesie“ umfassen zu können, zumal Hanna Strahl auch noch Pablo Picasso mit „Kunst wäscht den Staub von der Seele“ zitierte. Renate Vollertsen malte mit „Big hug“ eine innige Umarmung von Mutter und Kind in Pastell auf Papier. Strahl erfasste in zum Teil größeren Formaten und Acryl auf Leinwand häuslich-familiäre aber auch auswärtige Szenen/Porträts, ohne perfekt sein zu wollen. Venzky sprach hierzu von „unprätentiös und nicht kopflastig“. Einfach alltagsnahe und auch liebevolle Bilder. Annett Plansky nimmt seit vier Jahren an Kursen bei Hanna Strahl teil und bevorzugt Landschaften im gegenständlichen Bereich, inspiriert von Reiseerinnerungen. Gert Venzky unterstellte ihr „eine Seelenverwandtschaft“ zu August Macke. Bei Maria Knoll – seit 1990 Mitglied im Förderverein Kultur Olching – explodieren die Farben förmlich in „Machtkämpfe“, aber auch in „Zirkuszauber“ verlaufen sie in Acryl auf der Leinwand. Die „Vision in Blau“, eine Mischtechnik-Collage auf Papier von Christine Greil ist gedankenschwer – oder, wie Gert Venzky es empfand, eine „Erinnerung an Büchner, an Leonce und Lena“. Barbara Curstädt hat für sich „Acryl und die Strukturmalerei entdeckt“. Sie sammelt auf Reisen Sand, Kiesel, Schiefer und andere Materialien für ihre Landschaftsmotive. Anna Birwé malt und zeichnet seit etwa 30 Jahren, in einer Mischung aus Landschaften, Architektur, Blumen und Menschen. In „Verwurzelt“ setzt sie ein kleinformatiges, aber eindrucksvolles  Baum-Monument. „Stadt am Fluß“ ist ein wandbeherrschender Dreiteiler. Elisabeth Braumanns Themen und Techniken reichen von exotisch bis surrealistisch, „aber immer nehme ich mir Natur, Mensch und Tier als Vorlage“. So in „Wüste“ oder in „Weinfest-Impressionen“. In ihrer Biografie sagt Christine Bader nichts über sich – merkt aber leicht spöttisch an: „So lieb ist der liebe Gott nun auch wieder nicht, dass er dem, der keinen Inhalt hat, die Form schenkt.“ Der Ausstellung schenkte sie eine kühle „Lady“ in Mischtechnik – abstrakt, aber noch erkennbar.

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