Polizei warnt

Neue Masche: Telefonbetrüger konfrontieren Allingerin (72) mit vermeintlicher „Covid-Erkrankung“ ihres Sohnes

Seniorin sitzt mit altem roten Telefon und Hörer in der Hand im Sessel
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Bei einer neuen Telefon-Betrugs-Masche gaukeln die Betrüger Senioren vor, dass Verwandte an Covid-19 erkrankt seien und fordern Geld für nicht zugelassenes Medikament.

Alling - Mit einer bis dato unbekannten Masche versuchten am Donnerstag, 28. Januar, gegen 11.30 Uhr Telefonbetrüger bei einer 72-jährigen Frau aus Alling einen hohen Geldbetrag zu ergaunern. 

„Der Anrufer gab sich zunächst als Mitarbeiter eines Münchner Krankenhauses aus und erklärte der Allingerin, dass ihr Sohn schwer an Covid erkrankt ist“, schildert Polizeihauptkommisssar Andreas Ruch von der PI Germering. Unverfroren hätte der Anrufer der völlig perplexen Seniorin erklärt, dass sich seine Chancen auf eine baldige Genesung mit einem bisher in Deutschland nicht zugelassenen Medikament wesentlich erhöhen würden. Um ihm aber das Medikament verabreichen zu können, müsse die 72-Jährige aber in finanzielle Vorleistung in Höhe von 41.000 Euro gehen. Diese Summe würde sie aber nach der Zulassung des Medikaments von der Krankenkasse wieder zurückerstattet bekommen. Die 72-Jährige solle das Geld gleich direkt zu einem Krankenhaus in München in der Englschalkinger Straße bringen.

„Der dreiste Trickbetrüger fragte in der Folge dann sein Opfer, ob es so viel Bargeld überhaupt zu Hause hätte“, erklärt Ruch weiter. Als die Seniorin diese verneinte, beendete der Anrufer abrupt das Gespräch und legte einfach auf, ohne sein Opfer beispielsweise noch zur Bank zu dirigieren, um es dort Bargeld abheben zu lassen.

Präventionstipps der Polizei: 

- Seien Sie grundsätzlich misstrauisch bei derartigen Anrufen! - Beenden Sie im Zweifelsfall das Gespräch schnellstmöglich, ohne persönliche Daten bzw. Informationen über vorhandene Wertgegenstände oder Bargeld preiszugeben! - Gehen Sie nicht auf Forderungen zur Überweisung von Geldbeträgen ein! - Übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an unbekannte Personen! - Lassen Sie grundsätzlich keine Unbekannten in Ihre Wohnung! - Sprechen Sie auch mit ihren Angehörigen über das Phänomen und warnen Sie sie vor dem Vorgehen der Täter!

Weitere wertvolle Tipps und Hilfestellung zu diesem Thema bietet auch die Präventionskampagne „ LEG AUF“ des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord.

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