Herrschinger Volleyballer wollen Halle für 3.000 Zuschauer bauen

Neue Multifunktionshalle für Fürstenfeldbruck?

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Zwischen der B471 und der Cerveteristraße könnte eine neue Multifunktionsarena für bis zu 3.000 Zuschauer errichtet werden.

Die Herrschinger Volleyballer sind auf ihrer Standortsuche für den Bau einer bundesligatauglichen Halle offenbar in Bruck fündig geworden. Im Westen der Großen Kreisstadt könnte eine Multifunktionshalle für bis zu 3.000 Zuschauer errichtet werden. Der Hauptausschuss steht dem Ansinnen der Herrschinger grundsätzlich positiv gegenüber.

Fürstenfeldbruck - Die Gespräche laufen bereits seit über einem Jahr. Eingefädelt wurde der Deal vom ehemaligen TuS-Präsidenten und früheren Vorsitzenden des Sportbeirats Herbert Thoma, der Oberbürgermeister Erich Raff (CSU) darauf aufmerksam machte, dass die Herrschinger Volleyballer eine neue Halle bräuchten und auf Standortsuche sind. Im Frühjahr 2018 ging Raff erstmals auf die Vertreter des Bundesligisten aus dem Starnberger Landkreis zu. Die Kommunalaufsicht hatte kurz zuvor die Gelder für den Bau des Sportzentrums III an der Cerveteristraße zusammengestrichen und damit die geplante Sporthalle des TuS de facto auf Eis gelegt. Mit einer in unmittelbarer Nähe des neuen Sportzentrums gelegenen Halle könnte sich auch für die Brucker Vereine die Situation entschärfen, so das Kalkül. 

Volleyballer brauchen Halle, die dem 1. Bundesliga Standard entspricht

Auch André Bugl, Marketingmanager der ganz offiziell als „Geilster Club der Welt (GWCD) Home of Volleyball GmbH“ firmierenden Bundesligamannschaft des TSV Herrsching, sieht für beide Seiten eine Win-Win-Situation. Um weiterhin Bundesliga spielen zu können, brauche man eine entsprechende Spielstätte, da die eigene Halle in Herrsching die Standards der 1. Liga nicht erfüllt und den Brucker Vereinen, die dringend weitere Hallenkapazitäten benötigen, wäre mit einer neuen Halle auch geholfen.Geplant ist eine Multifunktionshalle für bis zu 3.000 Zuschauer nebst 500 bis 700 Parkplätzen sowie einem Beherbergungsbetrieb. Errichtet und betrieben werden soll das Projekt durch eine vereinsnahe, noch zu gründende Investmentgesellschaft. 

Nur die Profimannschaft soll trainieren - freie Kapazitäten

Spätestens zu Beginn der Saison 2022/23 soll die rund fünf Millionen Euro teure Halle stehen. Der Sportbeiratsvorsitzende Joachim Mack fragte nach „einem Betriebskonzept und wie viele Stunden für die Brucker Vereine denn überhaupt noch übrig“ blieben. Es gäbe ausreichende Kapazitäten, beruhigte Bugl. Nur die Profimannschaft trainiere zweimal täglich, die übrigen Teams blieben in Herrsching. Hinzu kämen 30 Heimspiele pro Saison. „Wir wollen, dass auch ortsansässige Vereine die Halle mit nutzen“, so der Marketingmanager. Um die Kosten wieder reinzuholen, müsse die Halle ohnehin ausgelastet sein. So sind neben der sportlichen Nutzung – alle Vereine, auch die Volleyballer, müssen Miete zahlen – auch Konzerte und kommerzielle Events geplant.

Standort zwischen B471 und Cerveteristraße vorgesehen

Als Standort ist das rund 14.000 Quadratmeter große Areal zwischen B471 und Cerveteristraße vorgesehen.

Als Standort ist ein 14.000 Quadratmeter großes Areal zwischen B471 und der Cerveteristraße gegenüber einer großen Autowerkstatt vorgesehen. Dies wäre verkehrsgünstig gelegen und würde die Innenstadt nicht weiter belasten. Der Kontakt zu den Grundstückseigentümern wurde über Georg Stockinger (Freie Wähler) hergestellt, dessen Schwester Miteigentümerin ist. Das südlich angrenzende, 22.000 Quadratmeter große Grundstück gegenüber dem Baumarkt, planen die Eigentü- mer als Gewerbefläche selbst zu vermarkten. Zwar beschloss der Hauptausschuss einstimmig, das Projekt zu unterstützen, doch bis es zu einem Bebauungsplan kommt, müssen neben einem schlüssigen Betriebskonzept noch viele weitere Details geklärt werden. Walter Schwarz (SPD) forderte beispielsweise „eine stadtplanerische Grundsatzentscheidung.“ Auch müsse zuvor ein Verkehrsgutachten erstellt werden und die Zu- und Abfahrtssituation geklärt sein. 

Peter Fischer

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