Anordnung des Landratsamtes FFB

Neue Regeln für Hühnerhalter: Verstärkte Biosicherheitsmaßnahmen gegen Geflügelpest

Viele braune Hühner und zwei Hähne sind auf einer Wiese im freien
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Die Biosicherheitsmaßhnahmen, die bisher nur für Haltungen mit mehr als 1.000 Stück Geflügel galten, gelten nun für alle Geflügelthaltungen.

Landkreis – Zum Schutz der Geflügelhaltungen gegen die Geflügelpest ordnet das Landratsamt Fürstenfeldbruck die Biosicherheitsmaßnahmen, die bislang nur für Haltungen mit mehr als 1.000 Stück Geflügel gegolten haben, auch für kleine Nutzgeflügelhaltungen an.

Durch die Maßnahmen soll der Eintrag und die Verschleppung des Erregers in oder aus Nutzgeflügelhaltungen verhindert werden.

Alle Halter von Geflügel haben ab sofort sicherzustellen, dass:
- Ställe oder Standorte des Geflügels von betriebsfremden Personen nur mit betriebseigener Schutzkleidung oder Einwegschutzkleidung betreten werden,
- nach jeder Einstallung oder Ausstallung von Geflügel die dazu eingesetzten Gerätschaften und der Verladeplatz gereinigt und desinfiziert werden und dass nach jeder Ausstallung die frei gewordenen Ställe einschließlich der dort vorhandenen Einrichtungen und Gegenstände gereinigt und desinfiziert werden,
- betriebseigene Fahrzeuge unmittelbar nach Abschluss eines Geflügeltransports auf einem befestigten Platz gereinigt und desinfiziert werden,
- Fahrzeuge, Maschinen und sonstige Gerätschaften, die in mehreren Geflügelhaltungen oder von mehreren Betrieben gemeinsam benutzt werden, jeweils vor der Benutzung gereinigt und desinfiziert werden,
- eine ordnungsgemäße Schadnagerbekämpfung durchgeführt und dokumentiert wird,
- die Einrichtungen zur Aufbewahrung verendeten Geflügels regelmäßig gereinigt und desinfiziert wird,
- eine betriebsbereite Einrichtung zum Waschen der Hände sowie eine Einrichtung zum Wechseln und Ablegen der Kleidung und zur Desinfektion der Schuhe vorgehalten wird.

Darüber hinaus werden Ausstellungen, Märkte und Schauen sowie Veranstaltungen ähnlicher Art, bei denen Geflügel und gehaltene Vögel anderer Arten als Geflügel verkauft, gehandelt oder zur Schau gestellt werden, verboten.

Merkblatt an Halter bereits versandt

Ein Merkblatt mit Sicherheitsmaßnahmen zur Geflügelpest wurde bereits an alle 837 Geflügelhalter im Landkreis versendet. 13 Betriebe halten mehr als 1.000 Stück Geflügel. Deutschlandweit wurden bereits mehr als 600 Fälle der Geflügelpest amtlich festgestellt. In Bayern wurde der Erreger bislang in einem Geflügelbestand im Landkreis Bayreuth sowie bei Wildvögeln in den Landkreisen Starnberg, Landsberg am Lech, Passau und Hassberge nachgewiesen.

Für Menschen ungefährlich

Für den Menschen ist das Virus nach derzeitigen Erkenntnissen ungefährlich. Dennoch sollten tot aufgefundene Vögel nicht angefasst und die Funde dem Veterinäramt gemeldet werden.
red

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