Neuer Personalausweis im Scheckkartenformat - Fürstenfeldbruck als Testkommune ausgewählt

Neuer Personalausweis: Fürstenfeldbruck als Testkommune ausgewählt Ab 01. November 2010 wird der neue Personalausweis eingeführt. Der neue Ausweis besitzt lediglich die Größe einer Scheckkarte und ermöglicht neben der reinen Funktion als modernes hoheitliches Dokument eine Reihe weiterer innovativer Anwendungsmöglichkeiten wie elektronischer Identitätsnachweis, elektronische Signatur und biometrische Merkmale.

Die erweiterten Funktionen bringen jedoch bereits bei der Beantragung und der Bearbeitung in den Meldebehörden eine weitreichende Umstellung der Arbeitsabläufe mit sich. Deshalb sind umfangreiche Schulungen und Vorbereitungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unausweichlich. Erfreulicherweise wurde die Stadt Fürstenfeldbruck als eine von drei Städten in ganz Bayern als Testkommune ausgewählt. So können die neuen Arbeitsabläufe bereits im Vorfeld der Einführung des neuen Personalausweises über einen ausreichenden Zeitraum und unter realen Bedingungen getestet werden. Die Testphase begann im Februar und endet im Juni. Dazu wurden im Bürgerbüro bereits entsprechende Schulungen durchgeführt und ein Testarbeitsplatz eingerichtet. Dieser enthält ausschließlich fiktive Testdaten, die vom Bürgerbüro in Verbindung mit externen Testpersonen bearbeitet werden. Die Testphasen umfassen die wesentlichen Arbeitsschritte wie z. B. die Erfassung von Daten, die Bearbeitung von Anträgen oder die Erfassung biometrischer Merkmale. Die Testphasen finden grundsätzlich außerhalb der allgemeinen Öffnungszeiten statt, um den laufenden Betrieb im Bürgerbüro nicht zu beeinträchtigen. Das langfristige Testen im Vorfeld ermöglicht uns in komfortabler Weise, Fehlerpotenziale in den Arbeitsabläufen rechtzeitig zu erkennen, auszumerzen und daher bestens für die Einführung am 01. November 2010 gerüstet zu sein. Nach Angaben des Bundesministeriums des Innern zeichnet sich der neue Personalausweis im Wesentlichen durch drei besondere Funktionen aus: Mit dem neuen Personalausweis ist der elektronische Identitätsnachweis möglich. Damit können sich die Ausweisinhaber z.B. im Internet elektronisch ausweisen – sowohl gegenüber Behörden als auch gegenüber privatwirtschaftlichen Anbietern von online Dienstleistungen. Durch das elektronische Ausweisen wird z. B. das Anmelden in bestimmten Portalen oder das Ausfüllen von Formularen deutlich erleichtert. Hierzu werden die erforderlichen Daten mit einem Lesegerät aus dem Ausweis ausgelesen und verschlüsselt an den entsprechenden Adressaten versendet. Die Nutzung dieser Funktion ist jedoch freiwillig. Eine weitere Neuerung ist die Verwendung der elektronischen Signatur. Mit ihr können Dokumente am PC rechtsverbindlich unterschrieben werden. Auch beim neuen Personalausweis wird die Aufnahme biometrischer Merkmale wie bisher für einen eindeutigen Nachweis der Identität der Inhaberin bzw. des Inhabers sorgen. Im Unterschied zum Foto, das nach biometrischen Vorgaben gefertigt sein muss, erfolgt die Aufnahme der Fingerabdrücke in den neuen Personalausweis jedoch freiwillig. Allerdings dürfen lediglich hoheitliche Stellen das Lichtbild und gegebenenfalls die Finderabdrücke abfragen. Alle Informationen und Übertragungen im Zusammenhang mit dem neuen Personalausweis werden laut Bundesministerium des Innern mit international anerkannten und etablierten Verschlüsselungsverfahren sicher geschützt.

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