Neuer Solarpark in Türkenfeld kann 900 Haushalte mit Strom versorgen

Der Solarpark an der Moorenweiserstraße füge sich gut in die Landschaft ein, schrieb Türkenfelds Bürgermeister Pius Keller im Mai ins Mitteilungsblatt der Gemeinde. Nach nur zweimonatiger Bauzeit war die Anlage fertiggestellt und konnte bereits ihren Betrieb aufnehmen. Der knapp zehn Hektar große Solarpark, den die Firma Phoenix Solar AG mit Sitz in Sulzemoos, Landkreis Dachau, montiert hat, erbringt eine Spitzenleistung von 3,2 Megawatt. Mit dieser Leistung können ca. 900 Haushalte mit Strom versorgt werden. Im Herbst soll die Anlage auch noch begrünt und eine Hecke angepflanzt werden.

Probleme wie vor zwei Jahren in Moorenweis, als die Voraussetzungen für einen Solarpark zwischen Steinbach und Moorenweis erst durch ein Bürgerbegehren geschaffen werden mussten, hat es für das Vorhaben an der Straße zwischen Türkenfeld nach Moorenweis nicht gegeben. Im Türkenfelder Gemeinderat stimmte seinerzeit nur ein Gemeinderatsmitglied dagegen. Nachdem der Landkreis Fürstenfeldbruck der erste Landkreis in Deutschland sein will, der sich bis zum Jahre 2030 vollkommen aus regenerativen Energiequellen versorgt, war die Entscheidung des Gemeinderates ein Schritt in die richtige Richtung. Betreiber des Solarparks ist die Firma Alto Solar aus Altomünster, die für die Planung und Finanzierung zuständig war und nunmehr die Geschäftsführung und Verwaltung inne hat. Investor des Solarkraftwerks in Türkenfeld ist die Solarpark Türkenfeld GmbH & Co. KG, eine Gruppe von 20 Privatinvestoren. Eingespeist wird der Strom in das Netz der Stadtwerke in Fürstenfeldbruck. „Das ist vom Gesetzgeber so vorgegeben“, informierte der in Türkenfeld wohnende zweite Vorsitzende von Ziel 21, Hans Aigner. Ebenso verhält es sich mit den 2,7 Megawatt der bereits bestehenden Solaranlage bei Hohenzell, die weitere 750 Haushalte mit Strom versorgt. Durch die bereits im Jahre 2007 mit sechs Megawatt ans Netz gegangene Solaranlage in Moorenweis und noch vielen kleinen Anlagen auf den Hausdächern sei das Netz in dieser Region voll ausgeschöpft, berichtete Aigner weiter. „Die Hochspannungsleitung kann nicht mehr aufnehmen.“ Gleichwohl fiel der Anteil des Sonnenstroms, den die Stadtwerke im vergangenen Jahr verkauften, gegenüber dem gesamten Strom noch vergleichsweise gering aus. Nur 13 Millionen von den 247 Millionen verkauften Kilowattstunden stammten aus der Fotovoltaik, was einem Anteil von etwa fünf Prozent entsprach. Acht Prozent des Stadtwerkestroms wurden in Blockheizkraftwerken produziert, drei bis vier Prozent durch Wasserkraft erzeugt und 1,3 Prozent in Biogasanlagen. Mehr als vier Fünftel des verkauften Stroms müssen die Stadtwerke aber noch dazukaufen. 16 Prozent des Bedarfs im Müllkraftwerk in Geiselbullach.

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