Therapiekonzept für unseren Wald

Neuer Waldumbau-Lehrpfad in Längenmoos zeigt, wie Wälder fit für den Klimawandel werden

Rundgang durch den neuen Waldumbau-Lehrpfad in Mittelstetten: Zwölf Informationstafeln geben praxisnahe Antworten auf die wichtigsten Fragen zu Waldpflege und Waldverjüngung.
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Rundgang durch den neuen Waldumbau-Lehrpfad: Zwölf Informationstafeln geben praxisnahe Antworten auf die wichtigsten Fragen zu Waldpflege und Waldverjüngung.
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Rundgang durch den neuen Waldumbau-Lehrpfad: Zwölf Informationstafeln geben praxisnahe Antworten auf die wichtigsten Fragen zu Waldpflege und Waldverjüngung.

Mittelstetten – Frisch und grün – trotz Klimawandel – so sollen unsere Wälder in Zukunft aussehen. Wie das möglich ist, zeigt ein neuer Waldumbau-Lehrpfad im Rechtlerwald in Längenmoos bei Mittelstetten. Vergangene Woche wurde er von den Verantwortlichen des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) sowie von Vertretern der Gemeinde offiziell eröffnet.

„Wir zeigen hier an praxisnahen Beispielen, was man tun kann, um den Wald mit Blick auf den Klimawandel so umzubauen, dass er den veränderten Gegebenheiten standhält und zudem wirtschaftlichen Nutzen abwirft“, erklärte Stefan Warsönke, Bereichsleiter Forst beim AELF. Das Projekt richtet sich vor allem an die rund 16.000 privaten Waldbesitzer in Warsönkes Forstbereich. Aber auch interessierte Spaziergänger können auf den zwölf Informationstafeln am Wegesrand Wissenswertes zum Thema Waldpflege oder Waldverjüngung lesen.

Fichten nicht auf Wetterextrema ausgelegt

Dass ein Umbau der Wälder nötig ist, daran besteht für die Baumexperten kein Zweifel. Der Grund: Lange Jahre wurden bei uns fast ausschließlich Fichten gepflanzt, da diese schnellwachsende und anspruchslose Art den höchsten Ertrag versprach. Nun, da die jährliche Durchschnittstemperatur steigt und die Wetterextreme zunehmen, sind diese Fichten-Reinbestände in besonderem Maß gefährdet. „Mit ihren flachen Wurzeln werden die Fichten von den häufiger werdenden Stürmen leicht umgeworfen“, berichtete Warsönke auf dem Rundgang durch den Waldumbau-Lehrpfad, wo an einer Lichtung etwa 80-jährige Fichten wie Streichhölzer in die Höhe ragen. Außerdem werden diese Bäume aufgrund ihres weichen Holzes häufig von Borkenkäfern heimgesucht, die sich bei den wärmer werdenden Temperaturen besonders stark vermehren.

Mindestens vier Baumarten pro Wald

Widerstandsfähige Mischwälder anlegen – so lautet deshalb die Devise des AELF. In jedem Wald sollen mindestens vier Baumarten wachsen, so die Empfehlung. „Im Schutz älterer Fichten kann man beispielsweise gut die schattenverträglichen Tannen und Buchen pflanzen“, rät Anita Ottmann, Revierleiterin am Forstrevier Fürstenfeldbruck. Der Wald wachse dann auf zwei Ebenen. Ottmann empfiehlt auch, bei Neupflanzungen an ausgefallenere Baumarten wie die Douglasie oder die Elsbeere zu denken, deren ahornartiges Blatt auf den Wegweisern am Lehrpfad abgebildet ist.
Und wenn sich die Fichten selbst so stark vermehren, dass die jungen Bäumchen dicht gedrängt heranwachsen? Dann heiße es: radikal ausdünnen und die Fichtenbestände mit anderen Arten auflockern, so die Forstexperten. Auch solch ein Jungwald kann auf dem Waldumbau-Lehrpfad begutachtet werden.

Kostenintensiv und mühsam

Alles in allem wurde bei dem Rundgang auch erkennbar, dass der Umbau unserer Wälder ein kostspieliges und mühsames Projekt ist. „Vielerorts machen uns die Rehe einen Strich durch die Rechnung“, bedauerte Gero Brehm, Abteilungsleiter am Forstamt Fürstenfeldbruck. In aufwändiger Handarbeit müssten deshalb frisch gepflanzte Bäumchen mit Röhren aus Furnierholz oder ähnlichen Maßnahmen geschützt werden – ständige Kontrollen und Nachbesserungen inbegriffen.

Fürstenfeldbrucks stellvertretende Landrätin, Martina Drechsler hält den Waldumbau-Lehrpfad dennoch für zukunftsweisend „Ich bin mir sicher, dass ein großangelegter Waldumbau unsere bayerische Heimat noch schöner machen wird“, so Drechsler.
Jutta Thiel

Rubriklistenbild: © Jutta Thiel

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