Neuer Wirtschaftsförderer für Fürstenfeldbruck vorgestellt - Langfristiges Ziel ist die Erhöhung der Wertschöpfung in der Stadt

Die Große Kreisstadt hat einen neuen Wirtschaftsförderer. Seit Anfang des Jahres leitet der 43-jährige Verwaltungsbeamte Jürgen Koller die im Rathaus neu geschaffene Stabsstelle „Controlling, Wirtschaftsförderung“. Brucks Oberbürgermeister Sepp Kellerer stellte den neuen „Wirtschaftsförderer“ am Aschermittwoch offiziell vor. Kollers Vorgänger, Daniel Gromotka, der einen befristeten Zweijahres-Arbeitsvertrag hatte, wurde nicht weiter beschäftigt, teilte Kellerer mit.

Nach wie vor als die wichtigste Aufgabe der Wirtschaftsförderung bezeichnete Kellerer bei dem Pressegespräch die persönliche Kontaktpflege mit den örtlichen Betrieben. Neben der Vertiefung der Kontakte zu Firmen und Unternehmen zählen zu den weiteren Aufgaben der neugeschaffenen Stabsstelle nunmehr auch der Ausbau des Tourismus sowie das Controlling. Zuletzt war Jürgen Koller, der im Januar die Prüfung für den Aufstieg in den Höheren Dienst abgelegt hat und seit 1990 im Landkreis wohnt in der Stadtkämmerei beschäftigt und davor über 14 Jahre im Landratsamt. Auch ihm liege die Wirtschaftsförderung gerade in den wirtschaftlich schwierigen Zeiten am Herzen, um das Bestmögliche für Bruck herauszuholen, betonte der Beamte. „Wenn es der Wirtschaft gut geht, dann geht es auch der Stadt gut“, so Kollers Devise. Vordringlich gelte es daher, die vorhandenen Betriebe zu halten, so der neue Wirtschaftsförderer. Dazu werde er Gespräche mit den örtlichen Firmen führen, um aus berufenem Munde zu erfahren, welche Probleme sie haben – wie zum Beispiel die Versorgungslücken bei den Internet-Breitbandverbindungen oder die Schaffung von innerstädtischen Parkplätzen und Radwegen. Mittelfristig sei es aber auch Ziel, im Rahmen der verfügbaren Flächen neue Betriebe zu gewinnen, so Koller. Als langfristiges Ziel sieht Koller dabei die Erhöhung der Wertschöpfung in der Stadt an, die derzeit pro Einwohner bei 58.000 Euro im Jahr und damit unter dem bayerischen Durchschnitt von 66.000 Euro liegt. Dafür müssen allerdings die Einkommen- und Gewerbesteueranteile gesteigert werden, was wiederum nur durch die Schaffung von hochqualifizierten Arbeitsplätzen möglich ist. Weiter will Koller das Leerstands- Management verbessern. Alle leer stehenden Büro- und Gewerberäume in der Kreisstadt sollen erfasst werden, ein Konzept erarbeitet und spezifische Lösungsansätze erstellt werden. Dabei hält Koller den Austausch mit dem Gewerbeverband und der Stadtmarketing-Gruppe für besonders wichtig. Als weitere Aufgaben nannte Koller die Neugestaltung des Internetauftritts sowie das neue Stadt-Logo. Außerdem soll der Tourismus attraktiver gestaltet werden. Die Stadt müsse noch stärker auf geeignete Zielgruppen wie Familien, Senioren oder ein kulturell und gastronomisch interessiertes Publikum zugehen.

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