Neues Kinderbecken mit Schlange Kaa eingeweiht

Plantschvergnügen im Germeringer Freibad

Freuen sich über das neue Kinderbecken mit der Schlange, die Kaa aus dem Dschungelbuch nachempfunden wurde: OB Andreas Haas (vorne), Roland Schmid (Werkleiter der Stadtwerke Germering) und Gerd Felder (Bäderleiter).
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Freuen sich über das neue Kinderbecken mit der Schlange, die Kaa aus dem Dschungelbuch nachempfunden wurde: OB Andreas Haas (vorne), Roland Schmid (Werkleiter der Stadtwerke Germering) und Gerd Felder (Bäderleiter).
  • Claudia Becker
    vonClaudia Becker
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Germering – Die Sonne scheint, die Temperaturen sind mollig warm und die Pfingstferien neigen sich so langsam ihrem Ende zu: perfekt, um den Tag im Freibad zu verbringen. Seit Samstag, 29. Mai, ist dies auch in Germering wieder möglich.

Lange war nicht klar, wann das Germeringer Freibad seine Porten in diesem Jahr öffnen wird. Letzte Sanierungsarbeiten standen noch aus und auch das schöne Wetter ließ in diesem Jahr lange auf sich warten. Am letzten Samstag fiel dann der Startschuss für das Bad mit einer Liegefläche von 30.000 Quadratmetern und 3.800 Quadratmetern Wasserfläche. Egal ob man im Sportbecken seine Bahnen ziehen möchte oder den Sprung vom Turm wagt, das Freibad bietet genügend Auswahlmöglichkeiten und zu Corona auch Platz für seine Gäste. 1.800 Badegäste und 200 Vereinsschwimmer dürfen aktuell am Tag ins Bad gelassen werden. Möglich macht das die Zählfunktion im Eingangsbereich. Der Einlass geschieht über ein Drehkreuz – „seit kurzen wird auch das Verlassen des Bades dokumentiert“, erklärt Stadtwerkeleiter Roland Schmid. Im Großen und Ganzen wurde der gesamte Eingangsbereich, coronabedingt großzügiger gestaltet. Jetzt herrsche eine „klare Trennung zwischen dem Ein- und Ausgang“.

Das Nichtschwimmerbecken mit seiner großen Wellenbreitrutsche.

Das Freibad folgt weiterhin dem Hygienekonzept, das auch im letzten Jahr bereits galt und mit dem Gesundheitsamt des Landkreises abgesprochen wurde. So dürfen beispielsweise maximal drei Personen in die Umkleide. Auch herrscht im gesamten Innenbereich eine FFP2-Maskenpflicht. Auf dem Freigelände stellt sich dann recht schnell das Gefühl von Normalität ein, das bemerkt auch Oberbürgermeister Andreas Haas, der sich über die vielen Gäste freut. „1.600 Badegäste war gestern unser höchster Wert seit der Öffnung“, sagt Gerd Felder, Bäderleiter in Germering. Das war natürlich den heißen Temperaturen geschuldet. Aber auch wenn es mal voller werden sollte, achten die Gäste auf den Abstand untereinander, bestätigt Felder.

Im letzten Jahr wäre keine außerplanmäßige Sanierung notwendig gewesen, jedoch war es an der Zeit, das Kinderbecken zu erneuern, erzählen Felder und Schmid. Das UV-Licht habe in den letzten Jahren seine Spuren hinterlassen. Was folgte, war eine Komplettsanierung. „Das Becken wurde bis auf den Grund zurückgebaut“, sagt Haas. An der Größe des Beckens habe sich grundsätzlich nichts geändert, einzig ein neuer Höhepunkt wartet auf die kleinen Gäste, schlängelt sich doch die Schlange Kaa aus dem Dschungelbuch am Beckenrand entlang und verführt gar zum Wasserspritzen. Bei 25 Grad Wassertemperatur und unter einem großen Sonnensegel können es die Kleinen wahrlich aushalten, das meint auch der OB.

Die Liegewiese lädt mit seinen 30.000 Quadratmetern zum Verweilen ein.

Zwischen 30.000 und 40.000 Euro gibt das Freibad jährlich für Fliesenarbeiten aus. So wurde heuer neben dem Platz rund um das Kinderbecken auch der Eingangsbereich neu gefliest. „Die Kostenschätzung des neuen Kinderbeckens lag bei rund 216.000 Euro. Aktuell belaufen sich die Kosten auf etwa 175.000 Euro, allerdings sind noch nicht alle Rechnungen eingegangen. Eine Reserve war jedoch einkalkuliert worden“, erklärt Felder. Das Eintrittsgeld fließt folglich auch in den Erhalt des Bades zurück. Auf der Liegewiese werde stets darauf geachtet, dass die Bäume gestutzt sind und genügend Schattenmöglichkeiten bieten. „Eine kleine Oase in Germering“, so Felder. Jetzt bleibe nur zu hoffen, dass die Inzidenzzahlen stabil und auch das Wetter badetauglich bleibe. Bei Unwettergefahr schließt das Freibad nämlich unverzüglich.

Claudia Becker

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