Neue Zentrumsbebauung in Fürstenfeldbruck

Ausschuss ebnet Weg für Bauprojekt hinter Hotel Post

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Die noch als Parkplatz genutzte Fläche zwischen Pucher- und Schöngeisinger Straße soll größ- tenteils bebaut werden.

Einer Neugestaltung des Areals hinter dem Hotel Post steht nichts mehr im Weg. Der Bauausschuss hat der Errichtung einer Wohn- und Geschäftsbebauung samt Tiefgarage auf dem Gelände der Familie Weiß mit großer Mehrheit zugestimmt. Allerdings soll mit dem Bauwerber über die Zufahrt zur Tiefgarage noch nachverhandelt werden.

Fürstenfeldbruck - Die Nachverdichtung der Brucker Innenstadt wird immer konkreter. Das über 7.000 Quadratmeter große Grundstück der Familie Weiß zwischen Pucherund Schöngeisinger Straße wird mit zwei großen Wohn- und Geschäftshäusern bebaut. Auf ein ursprünglich geplantes drittes Gebäude wird verzichtet. Christan Götz (BBV) ist „recht froh, dass gebaut wird.“ Denn es gäbe „nichts greislicheres als so eine Parkplatzwüste mitten in der Stadt“, so der Zweite Bürgermeister. Gleichwohl gab es Diskussionsbedarf. 

Alternativvorschlag führt über Durchfahrt in Schöngeisinger Straße

Einen Tag vor der Abstimmung hatte noch Thomas Brückner vom Bund Naturschutz gemeinsam mit Alexa Zierl (Die Partei & Frei) und Andreas Rothenberger (BBV) im Rahmen eines Pressegesprächs einen Alternativvorschlag präsentiert. Dieser sieht eine Anbindung für Teile der Tiefgarage über die Durchfahrt des Bexenhauses in der Schöngeisinger Straße vor, statt wie geplant über die Ludwigstraße. Ziel sei es, „die Ludwigstraße und den Viehmarktplatz künftig möglichst autofrei zu bekommen“, so Brückner. Dem widersprach OB Erich Raff (CSU) jedoch mit Hinweis auf einen rechtsverbindlichen Bebauungsplan, dem das vorliedende Projekt trotz einiger beantragter Abweichungen entspräche. Auch Bedenken, dass dies eine merkliche Verkehrszunahme im Bereich des benachbarten Viehmarktplatzes nach sich ziehen würde, wollte Raff nicht teilen. Letztendlich ginge es um 35 der insgesamt 80 Anwohnerstellplätze sowie 19 gewerbliche Stellplätze, die über die Ludwigstraße angefahren würden. „Laut Verkehrsgutachten kann die Ludwigstraße das aufnehmen“, argumentierte Raff.

Über die Gestaltung der Parkplätze soll noch mal gesprochen werden

 Alle anderen würden die Tiefgaragenzufahrt über die Schöngeisinger Straße und die Ausfahrt über Pucher Straße nutzen. Ulrich Schmetz (SPD) schlug eine Umkehrung der Verkehrsführung vor, da ihm die Steigung der Ausfahrtsrampe mit bis zu 20 Grad zu steil erscheint. Auch Hans Schilling (CSU) plädierte dafür, die Einfahrt über die hoch liegende Pucher Straße zu wählen und stattdessen über die Schöngeisinger herauszufahren. Dies wäre für die Autofahrer einfacher zu bewältigen. Auch über die Gestaltung des Teils der Tiefgarage mit den 19 separaten gewerblichen Stellplätzen soll nach dem Willen der Stadträte mit der Familie Weiß nochmal gesprochen werden. Der halbeingelassene, sichtbare Garagenteil sei „architektonisch kein Meisterwerk“, wie Baureferent Christian Stangl (Grüne) anmerkte. „Die Familie Weiß ist über Jahrhunderte in Fürstenfeldbruck verwurzelt und hatte immer Verantwortungsbewusstsein für öffentliche Belange“, zeigte sich Schmetz hinsichtlich der anstehenden Gespräche mit den Bauherren zuversichtlich. 

Peter Fischer

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