Digitale Bibliothek 

2500 Medien auf Abruf 

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Bürgermeister, Hauptamtsleiter und die Verantwortlichen in den neun Bibliotheken/Büchereien des digitalen Onleihe-Verbundes Oberbayern (DigiBObb.)

Fürstenfeldbruck – Bürgermeister und Büchereileiter/innen aus neun Kommunen trafen sich in FFB bei Bibliotheksleiterin Diana Rupprecht. Durch die vernetzte Digitale Bibliothek kann man  gemeinsam 2 500 digitale Medien nutzen. 

 Zu diesem Verbund, der 2012  durch einen Kooperationsvertrag begründet wurde,   zählen Eichenau, Fürstenfeldbruck, Gauting, Gräfelfing, Neubiberg, Oberhaching, Ottobrunn, Puchheim und Unterhaching - die Stadt Germering überlegt den Beitritt für 2013. Nach ersten Kontakten 2010 zwischen den Bibliotheken kam es im Herbst 2011unter Moderation der Landesfachstelle für das öffentliche Bibliothekswesen München zu einer konkreteren Meinungsbildung zur Organisation des Verbundes. Künftig ist es jetzt möglich, Datensätze von einer Datenbank ohne weitere Kosten - bis auf die übliche Bibliotheksjahresgebühr - bei Angabe der Bücherei-Mitgliedschaft auf ein Endgerät herunterzuladen und für eine bestimmte Zeit zu nutzen. Leihfristen: Für Sachbücher, Ratgeber, Romane, Kinder- und Jugendbücher, Sprachkurse, Hörbücher für Erwachsene und Kinder = 14 Tage. Für Reise- und Lernvideos, Kinderfilme = 7 Tage. Für Zeitschriften = 1 Tag. Für Zeitungen = 1 Stunde. Spielfilme und Musikprogramme sind aus lizenzrechtlichen Gründen nicht verfügbar. Bis zu 10 Medien können in den Medienkorb einmalig gelegt werden. 


Mahn- und Säumnisgebühren entfallen, da sich die Dateien nach Ablauf der Leihfristen durch automatische Rückgaben nicht mehr öffnen lassen. Der große Vorteil der digitalen Onleihe ist, dass sie jederzeit und überall möglich ist, unabhängig von den Öffnungszeiten der Bibliotheken. Die Onleihe möglich macht die DiViBib GmbH: Sie stellt die Technologie zur Verfügung, betreibt den Service für die Bibliotheken und verhandelt die Lizenzbedingungen mit den Verlagen. Manche Verlage sind nicht oder noch nicht bereit das „Ausleihmodell“ zu unterstützen, da sie in der Onleihe eine Geschäftsgefährdung für ihre gedruckten Medien sehen. Die beteiligten Städte/Gemeinden haben bereits insgesamt 60.000 Euro in den Aufbau des neuen Projektes DigiBObb. investiert. Davon 30.000 Euro für den Medienerstbestand und das weitere Geld für die Bereitstellung der Technik, der Homepage, für Werbematerialien und Schulungen.


 Für den laufenden Bestandsaufbau stehen jährlich mindestens 25.000 Euro zur Verfügung, an denen sich auch die Landesfachstelle mit Zuschüssen beteiligt. Den Beginn des Projektes wählte das Gremium der BibliotheksleiterInnen bewusst aus, da zeitgleich bundesweit die Aktionswoche „Treffpunkt Bibliothek“ unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Joachim Gauck stattfand. Thematischer Schwerpunkt hierzu war „Horizonte“, was die DigiBObb.-Partner als Bestätigung für die Richtigkeit ihrer neuen, innovastiv-digitalen Einrichtung sehen: „Wir Bibliotheken müssen auf die einschneidenden Veränderungen im Medienmarkt reagieren.“ (Diana Rupprecht, Fürstenfeldbruck).. „Die Bibliotheken bieten Gewähr, dass für die angebotenen Medien Nutzungsrechte erworben wurden und sich das Herunterladen nicht im rechtsfreien Raum bewegt.“ (Otto Linseisen, Puchheim). „Neue Räume und mehr Personal  für längere Öffnungszeiten könnten wir kaum finanzieren.“ (Gisela Lehner, Eichenau). „Die Bibliotheken beweisen mit den E-Medien, dass wir nicht zum alten Eisen gehören.“ (Tanja Keller, Unterhaching).

Günter Schäftlein 

 

  

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