Neuwahl bei Kreishandwerkerinnung

Franz Höfelsauer ist Nachfolger seines Nachfolgers

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Werner Nau (Obermeister Bäcker-Innung), Engelbert Jais (Obermeister Metzger-Innung), (Präsident der Handwerkskammer für München und Oberbayern Franz) Xaver Peteranderl, neuer Kreishandwerksmeister Franz Höfelsauer, neuer stellvertretender Kreishandwerksmeister Thomas Vilgertshofer (Obermeister Bau-Innung), Andrea Macha (Obermeisterin Friseur-Innung), Andreas Obermaier (Obermeister Schreiner-Innung).

Franz Höfelsauer ist erneut Vorsitzender der Kreishandwerkerinnung

Fürstenfeldbruck – Wohl einmalig in der Geschichte der Brucker Kreishandwerkerschaft ist die Wahl eines Ehrenkreishandwerksmeisters zum Kreishandwerksmeister. Franz Höfelsauer, der das Amt bereits von 2004 bis 2014 innehatte, erklärte sich bereit, noch einmal die Geschicke der Brucker Kreishandwerkerschaft in die Hände zu nehmen. Der bisherige Kreishandwerksmeister Harald Volkwein stellte sich bei der Versammlung nicht mehr zur Wahl. Aus den eigenen Reihen der Innungen und der Kreishandwerkerschaft war niemand bereit, das Amt zu übernehmen.

Rest des Vorstands schnell gefunden

Bei der Bildung der weiteren Vorstandsmitglieder gab es keine Probleme. Zum Stellvertreter wurde Thomas Vilgertshofer gewählt. In der weiteren Vorstandschaft finden sich alles bekannte Gesichter. Mit Werner Nau, Engelbert Jais und Andrea Macha. Neu hinzu stieß Andreas Obermeier, der erst unlängst zum Obermeister der Schreiner gewählt wurde.

Bereitschaft für Ehrenamt gering

Grundsätzlich geht es dem Handwerk gut, betonten unisono Volkwein bei seinem letzten Bericht als Kreishandwerksmeister, als auch der Präsident der Handwerkskammer für München und Oberbayern, Franz Xaver Peteranderl, bei seinem Grußwort. Zunehmend Sorgen bereitet den Berufsvertretungen jedoch die Bereitschaft, ein Ehrenamt zu besetzen. „Die Jugend für ein Amt zu begeistern, ist schwierig“, meinte Metzger-Obermeister Engelbert Jais. Und Bau-Obermeister Thomas Vilgertshofer sagte in Richtung Höfelsauer: „Wenn du in fünf Jahren aufhörst, haben wir das Problem wieder.“

Volkwein verlässt Landkreis

Volkwein, der seinen Betrieb in Gröbenzell aus Altersgründen aufgibt und sich aus dem Landkreis an seinen Wohnort Miesbach zurückzieht, meinte, man werde nicht an einer Umstrukturierung der Innungen und Kreishandwerkerschaft vorbei kommen. Die Anforderungen würden immer mehr und die Obermeister sowie Kreishandwerksmeister haben kaum noch die Zeit, sich ausreichend zu engagieren, ohne dass ihre Betriebe darunter leiden. Er würde sich zur Entlastung einen Repräsentanten der Kammer wünschen, der das Tagesgeschäft, insbesondere bei Veranstaltungen, wahrnimmt. Volkwein begründet den Wunsch damit, dass zwar 178 Betriebe im Landkreis in der Innung sind, aber über 3.000, die keinem Berufsverband angehören, Mitglied der Handwerkskammer sind. „Ein eigenes Ministerium wäre ein Traum“, so Volkwein, der seinem Nachfolger Franz Höfelsauer alles Gute wünschte.

Wichtiges Thema Nachfolgeregelung

Wenn sich niemand mehr für das Handwerk ehrenamtlich engagiert, dann könne das Handwerk insgesamt einpacken, sagte Peteranderl. Man müsse dieses Engagement bringen, auch wenn es nicht immer leicht sei. Als eines der wichtigsten Themen im Handwerk bezeichnete Peteranderl die Nachfolgeregelung nicht nur in den Organisationen, sondern auch in den Betrieben.

Höfelsauer stets präsent

Keiner kennt die Organisationen und Abläufe der Innungen und der Kreishandwerkerschaft so gut wie Höfelsauer, der nach seinem Ausscheiden als Kreishandwerksmeister nicht wirklich weg war. Zunächst als Öffentlichkeitsbeauftragter, dann, nach dem Tod von Geschäftsführerin Jutta Sellin als Büroleiter, war der 68-jährige Bäcker immer präsent.

"Wir müssen um Kreishandwerkerschaft kämpfen"

Wie sehr sein ganzes Herzblut am Handwerk hängt, das erlebten alle Gäste und Mitglieder bei seiner emotionalen Rede zum erneuten Amtsantritt, die mit großem Beifall honoriert wurde. „Ein so starker Handwerks-Landkreis, wie wir sind“, sagte Höfelsauer, „der muss es uns wert sein, dass wir um unsere Kreishandwerkerschaft kämpfen.“ Das war auch seine Intension, als die Bitte an ihn herangetragen wurde, sich nochmals zur Verfügung zu stellen. Als sein Ziel nannte Höfelsauer, die Innungen und die Kreishandwerkerschaft in eine neue Generation zu führen, um in fünf Jahren dann eine frische neue junge Mannschaft vorne stehen zu haben.

red

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