Neuwahlen: Bäckerinnung bleibt in bewährten Händen

"An kleine Betriebe wie uns denkt niemand"

+
Die neugewählte Vorstandschaft der Bäckerinnung Fürstenfeldbruck..

Die Brucker Bäckerinnung bleibt auch in den nächsten drei Jahren in bewährten Händen. Bei den turnusmäßig anstehenden Neuwahlen am 29. Oktober wurden Obermeister Werner Nau (Grunertshofen) und der stellvertretende Obermeister Ulli Drexler (Jesenwang) in ihren Ämtern einstimmig bestätigt. Aus der erweiterten Vorstandschaft schieden Josef Bihler (Olching) und Hugo Fritz (Eichenau) aus. Wiedergewählt wurde Brigitte Schmitt (Germering) und neu dazu kamen Markus Graf (Moorenweis) sowie Martin Reicherzer (Bruck).

Fürstenfeldbruck - „Die vergangenen fünf Jahre haben mir viel Spaß gemacht“ dankte Nau den Mitgliedern für das Vertrauen und den Zusammenhalt sowie für die gewährte Unterstützung. Sein Stellvertreter Drexler nutzte die Gelegenheit und überreichte Nau sowie dem Büroleiter der Kreishandwerkerschaft, Franz Höfelsauer, ein kleines Präsent. „Wer an vorderster Front steht, bekommt den meisten Gegenwind ab“, sagte Drexler und bedankte sich im Namen der Innung für die geleistete Arbeit.

Mehr Anerkennung und einfachere Gesetze

„Wir haben den kreativsten und schönsten Beruf der Welt, der auch noch schmeckt. Wenn wir diese Botschaft nach außen tragen und den Kunden vermitteln, haben wir auch eine gute Zukunft“, sagte Nau bei seinem Jahresbericht. Der Obermeister verhehlte aber auch nicht, dass viele Betriebe aufgeben, auch weil sie keine Nachfolger finden. „Wir brauchen mehr Anerkennung für unser Handwerk, brauchen einfachere Gesetze und eine Mindestpreisgarantie für Lebensmittel“, gibt er aber auch der Politik die Schuld. Deshalb sei der Zusammenhalt über die Verbände und Innungen wichtig, um die Politik auf Missstände aufmerksam zu machen. Die Abschaffung der Meisterpflicht sei ebenso falsch gewesen, wie die Aufhebung der Ladenschlusszeiten, warf Nau der Politik vor, nur auf Druck der Industrie gehandelt zu haben. „An die kleinen selbständigen Betriebe, wie uns, denkt dabei niemand. Wie sollen wir das bewältigen?“ 

Stollenprüfung am 28. November

Nau zählte die Beteiligung der Innung an verschiedenen Aktionen auf, wie die Teilnahme am Berufs-Infomarkt, an der Vocatium-Messe, die Brot- und Stollenprüfung. Bei den Brotprüfungen schneide man stets mit hervorragendem Ergebnis ab. „Wir sind in Oberbayern ganz oben mit dabei“, teilte er mit. Als nächsten Termin verkündete er die Stollenprüfung, die am 28. November im Foyer der Sparkasse stattfindet. 

Neuwahlen am 3. Dezember

Die 40-prozentige Gebührenerhöhung für die Meisterschule erklärte Nau damit, dass sich der Landesinnungsverband bei der Vergrößerung der Meisterschule verkalkuliert hat und auf einer Million Euro sitzengeblieben ist. Diese werden über mehrere Jahre auf die auszubildenden Mitgliedsbetriebe umgelegt. 53 Meisterberufe sind damals aus dem Meisterzwang herausgefallen, teilte Kreishandwerksmeister Harald Volkwein bei seinem Grußwort mit. Nur zwölf Berufe wurden wieder „zurückvermeistert.“ Er nahm die Versammlung zum Anlass, sich von der Bäckerinnung zu verabschieden, denn bei den Neuwahlen am dritten Dezember stellt er sich nicht mehr als Kreishandwerksmeister zur Verfügung.

red

Auch interessant

Meistgelesen

Hallo Fürstenfeldbruck, da sind wir!
Hallo Fürstenfeldbruck, da sind wir!
Gewinnen Sie 6 Tage zu zweit im 4*S Verwöhnhotel am Achensee
Gewinnen Sie 6 Tage zu zweit im 4*S Verwöhnhotel am Achensee
Zentrum für Luft- und Raumfahrt der Luftwaffe bekommt Fahnenband des Freistaats
Zentrum für Luft- und Raumfahrt der Luftwaffe bekommt Fahnenband des Freistaats
Christkindlmarkt Fürstenfeldbruck eröffnet: Musik, Lagerfeuer, Perchten und Nikolaus
Christkindlmarkt Fürstenfeldbruck eröffnet: Musik, Lagerfeuer, Perchten und Nikolaus

Kommentare