Umgestürzte Bäume, Unfälle, Starkregen, Stromausfälle, Störungen des Bahnverkehrs  – Fast 1000 Notrufe bei der PP Oberbayern Nord 

Sturmtief: Straßensperrungen und 57 Feuerwehreinsätze im Stadtgebiet FFB 

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Umgestürzte Bäume (hier in FFB), die Feuerwehren sind im Dauereinsatz.  

Fürstenfeldbruck –  Umgestürzte Bäume, Unfälle, Starkregen, Störungen des Bahnverkehrs  und Stromausfälle: Der Sturm Niklas wütete am 31.3. 2015 auch im Landkreis Fürstenfeldbruck, und noch wurde keine Entwarnung gegeben. Polizei, Rettungskräfte und Feuerwehren sind  auch aktuell im Landkreis im Dauereinsatz -  bei "schweren Einsätzen"unterwegs, hieß es.  Dabei wurde jetzt auch die B 471 gesperrt, dort waren mehrere Bäume umgestürzt, ein Pkw überschlug sich. Der Pressesprecher der Brucker Feuerwehr, Andreas Lohde, bestätigte die Zahl von 57 Einsätzen allein im Stadtgebiet FFB bis zum Abend. Kurz vor dem Osterfest  sind die Straßen wieder frei.

Sturm Niklas tobt auch in der Region Bruck. Die Feuerwehr ist im Dauereinsatz.In Olching musste die Ascherbachstraße für den Verkehr gesperrt werden, auch die B 471 ist betroffen.  Bäume kippen reihenweise um. Für die Feuerwehrleute war es viel zu gefährlich, den Bereich während des Sturms zu betreten.

Drei Viertel der Feuerwehren aller Landkreis seien  mittlerweile unterwegs, wie Kreisbrandrat Hubert Stefan berichtet. Vor allem auf Straßen gestürzte Bäume beschäftigen die Feuerwehrleute.   Zur Unterstützung der Integrierten Leitstelle wurde die Kreiseinsatzzentrale der Feuerwehr (KEZ) in Betrieb genommen.

In Eichenau fiel eine Eiche auf ein Wohnhaus. Das Dach wurde dabei schwer beschädigt, wie die Feuerwehr berichtete. Es war ein größerer Einsatz erforderlich, um den Baum zu entfernen. 

Vor Althegnenberg fiel morgens ein Baum auf die B2. Er versperrte die Fahrbahn von Hattenhofen kommend Richtung Althegnenberg. Autofahrer mussten die Gegenspur benutzen. 

Bereits am Montag gegen 16.30 Uhr war die Brucker Feuerwehr zu einem umgestürzten Baum in den Sommerkellerweg in Bruck gerufen worden. Dieser Stamm blockierte die gesamte Zufahrtsstraße zum Swingerclub. Die Feuerwehr beseitigte den Baum und konnte die Straße wieder freigeben.  

Obwohl die von den Wetterdiensten angekündigten Stürme noch andauern und der Höhepunkt in manchen Regionen erst  am Abend des 31. 3.  erreicht wird,  zog die Einsatzzentrale (EZ) des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord eine vorläufige Bilanz.  Die bisherigen Stürme zogen vom Landkreis Starnberg beginnend, über die Landkreise Dachau, Erding und Ebersberg nach Nordosten. In der Zeit von 06.00 Uhr bis 13.00 Uhr wurden von der EZ in Ingolstadt 951 Notrufe bearbeitet und unter anderem folgende Einsätze angelegt: - 342 x Umgestürzte Bäume auf Straßen, Häuser, Gärten, Stromleitungen, …

- 15 x Verkehrsunfälle: Pkw gegen umgestürzten Baum oder Baum auf Pkw,…

- 22 x Umgewehte LKW-Anhänger, Klein-Lkw, Pkw-Anhänger.

Ein Eichenau fiel ein Baum auf ein Hausdach. Die Beseitigung durch die Feuerwehr gestaltete sich mühsam.

Dabei wurde 10 Personen leicht verletzt. In den meisten Fällen blieb es bei Sachschäden. In Poing droht der noch andauernde Sturm ein ca. 2000 m² großes Metalldach eines Industriebetriebs abzudecken. Das Dach konnte vom Technischen Hilfswerk noch gesichert werden und eine weiträumige Absperrung eingerichtet werden. Eine Gefahrenmitteilung per Rundfunk für Anwohner der angrenzenden Wohngebiete wurde veranlasst.

Die Stadtwerke Fürstenfeldbruck waren mit einem Team von 10 Fachkräften bemüht, die Störungen im Mittelspannungsnetz der Gemeinden Kottgeisering, Luttenwang, Hörbach, Grafrath und Moorenweis zu beseitigen, berichtete Geschäftsführer Enno W. Steffens telefonisch. Eine erste Störungsmeldung ging um 13.17 Uhr ein, bis 15 Uhr wurden die betroffenen Versorgungsleitungen wiederhergestellt. Zusätzlich wurden noch partielle Stromausfälle im Niedrigspannungsnetz gemeldet, die einzelne Gehöfte betreffen. Die Reparaturarbeiten gestalteten sich schwierig, da das Personal bei der Wiederinbetriebnahme mit gesperrten Wegen konfrontiert war. 

Aktuell gesperrte Straßen, wobei die Sperrung möglicherweise auch noch bis zum nächsten Morgen andauern kann:  Die FFB 6 zwischen Grafrath und Moorenweis, die FFB 2 zwischen Kottgeisering und Jesenwang und die FFB 7 zwischen Mauern und Schöngeising.  Gesperrt ist  ebenso  die FFB 2 Mammendorf Richtung Oberschweinbach.  

Dietmar Ebert teilte mit: "Nachdem die äußere Schöngeisinger Strasse wegen umgefallener Bäume gesperrt werden musste, war auch die Senserbergstrasse zu (siehe Bild).  Anschließend dann ja auch noch die B 471. Das Chaos unter den großen Lastwagen in der Senserbergstrasse war perfekt. Nichts ging mehr."

Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten FFB: "Sturm Niklas hat in den Wäldern im Landkreis erhebliche Schäden angerichtet. Das Betreten des Waldes ist derzeit lebensgefährlich. Auch die heranstehende Aufarbeitung der gebrochenen oder geworfenen Bäume birgt extreme Gefahren. Nach den letzten großen Stür-men schnellte die Zahl der verletzten und tödlich verunglückten Waldbesitzer in die Höhe."

Das Sturmtief „Niklas“ führte auch  zu massiven Einschränkungen im Bahnverkehr in Bayern: 

Die DB meldete: Fernverkehr im Freistaat aktuell eingestellt • S-Bahn München verkehrt nur noch auf zwei Linien • Regionalverkehr mit Tempo 80 unterwegs

(München, 31. März 2015, Stand: 15 Uhr):  Aufgrund des Sturmtiefs „Niklas“ kommt es im Bahnverkehr in Bayern derzeit zu massiven Einschränkungen. Reisende müssen mit erheblichen Verspätungen und Zugausfällen rechnen. Der Fernverkehr im Freistaat ist aktuell eingestellt. Bei der S-Bahn München ist der Betrieb ebenfalls deutlich eingeschränkt. Bis auf Weiteres fahren lediglich die Züge der S-Bahn-Linie 4 zwischen Ostbahnhof und Puchheim sowie der Linie 8 zwischen Westkreuz und Ostbahnhof. Dadurch wird die Stammstrecke ungefähr im 10-Minuten-Takt bedient.

Nachdem die äußere Schöngeisinger Strasse wegen umgefallener Bäume gesperrt werden musste, war auch die Senserbergstrasse zu.

Im Regionalverkehr kommt es auf zahlreichen Strecken zu Behinderungen. Die Strecke zwischen Augsburg und München ist aufgrund eines massiven Oberleitungsschadens bei Mering komplett gesperrt, ebenso die Strecken München – Landshut sowie München – Ingolstadt. Auch zwischen München und Garmisch-Partenkirchen bzw. Kochel/Oberammergau ist kein Zugverkehr möglich. Um Kollisionen mit Bäumen oder Ästen zu vermeiden, ist der Regionalverkehr bis voraussichtlich 20 Uhr lediglich mit maximal 80 Stundenkilometer unterwegs.

 Aktuelle Informationen zur Betriebslage in Bayern finden Reisende im Internet unter www.bahn.de/aktuell oder mobil über die App DB Navigator.  Inzwischen hat sich ein Sturmschaden am Hallendach des Münchner Hauptbahnhofes ereignet, die  Gleishalle musste vorübergehend geräumt werden

( Stand 17.30 Uhr):  Sturm „Niklas“ beschädigte heute, 31. 3. 2015,  gegen 16 Uhr auch das Dach der Gleishalle am Münchner Hauptbahnhof. Nachdem eine Glasscheibe zerbrach und Glassplitter auf die Gleise gefallen waren, wurde die Halle über den Gleisen 10 – 26 aus Sicherheitsgründen geräumt. Es kam niemand zu Schaden.

Von der Evakuierung nicht betroffen waren die Schalterhalle, die beiden Flügelbahnhöfe und der unterirdische S-Bahnhof. Wann die Gleishalle für den Publikumsverkehr wieder frei gegeben kann, ist zurzeit noch nicht absehbar.

Der Zugverkehr war am Münchner Hauptbahnhof am Nachmittag ohnehin stark eingeschränkt, weil viele Bahnstrecken rund um München durch umgestürzte Bäume oder Äste in der Oberleitung gesperrt waren.

Information über den  Streckenagent, der unter www.bahn.de/streckenagent kostenlos abonniert werden kann. Wo es möglich ist, wird die Bahn einen Schienenersatzverkehr anbieten. Bayernweit sind zusätzliche Mitarbeiter im Einsatz, um Reisende zu unterstützen.

Fahrgäste, die aufgrund von sturmbedingten Zugausfällen, Verspätungen oder Anschlussverlusten ihre Reise nicht wie geplant durchführen können, können ihre Fahrkarte und Reservierung im DB Reisezentrum kostenlos erstatten lassen. Alternativ können Reisende den nächsten – auch höherwertigen – Zug nutzen. In diesem Fall wird bei zuggebundenen Angeboten, wie beispielsweise Sparpreis-Tickets, auch die Zugbindung aufgehoben. Ausgenommen hiervon sind regionale Angebote mit erheblich ermäßigtem Fahrpreis (Schönes Wochenende-, Quer-durchs-Land- oder Länder-Tickets) sowie reservierungspflichtige Züge. Ergänzend zu den freiwilligen Kulanzregelungen der DB können die betroffenen Fahrgäste auch die gesetzlichen Fahrgastrechte in Anspruch nehmen.

 www.deutschebahn.com/presse Weiterführende Informationen über den DB-Konzern finden Sie unter: www.deutschebahn.com  

redkb

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