Kreisbote-Bandportrait: Brachmond

Am Himmel steht der Brachmond

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Brachmonds letztes Bandfoto - aber nicht mit aktuellster Besetzung: Der Schlagzeuger Alex (links mit Trommel) hat die Band erst vor Kurzem verlassen und Andy hat seinen Platz eingenommen.

Es stand eine Studioaufnahme für eine CD an und ein großes Konzert auf dem tanzt!-Festival in München - eigentlich schöne Momente für eine Band. Doch „Brachmond“ hat zur selben Zeit auch eine schwere Zeit durchgemacht. Beinahe wäre aus CD und Konzert nichts geworden. Doch sie haben es dann doch geschafft.

Olching – Die Band hat sich 2016 aus persönlichen Gründen von ihrem Front-Sänger getrennt. Deshalb musste schnell ein neuer Sänger her, sonst wäre das Konzert, genauso wie die Aufnahmen nicht mehr möglich gewesen. Steffi, die sonst immer im Hintergrund mitgesungen hat, entschied sich, den Posten zu übernehmen und war von da an Frontfrau. Doch das nächste Problem lauerte schon um die Ecke. Sie brauchten einen neuen Bandraum. „Es war keine einfache Zeit. Es war wahnsinnig stressig und wir waren sehr angespannt“, erinnert sich Bassist Mäx.

Erfolg bei Festivals

Den neuen Bandraum haben sie dann zum Glück in Olching schnell gefunden. „Es ist angenehm jetzt keinem Geigenbogen mehr ausweichen zu müssen“, scherzt Mäx. Denn der alte Proberaum war für die sieben Musiker und den vielen Instrumenten einfach zu klein geworden. Auch den Proben- und Aufnahmestress haben die Bandmitglieder schließlich gemeistert. Das tanzt!-Festival war ein voller Erfolg. Genau wie das darauffolgende Konzert beim „free&easy“-Festival im Münchner Backstage. Dass sie auf dem tanzt!-Festival mit Headlinern wie Subway to Sally spielen durften, hatten sie den Umstand zu verdanken, dass Dudel-Sack-Spieler Valentin den Veranstalter gut geht. Weil der für das Festival immer einen Newcomer sucht, hat das wunderbar zusammen gepasst.

Gründung am Lagerfeuer

Die Band ist nämlich mit ihren drei Jahren noch vergleichsweise jung. 2014 saßen Steffi, Mäx, Sev, Valentin und der ehemalige Frontsänger auf einem Mittelaltermarkt am Lagerfeuer zusammen. „Da wir alle Instrumente spielten, haben wir uns gedacht: Lass uns doch Musik zusammen machen“, erzählt Gitarrist Sev. Kurz danach ging es auf Namenssuche. „Ich habe im Internet nach alten Wörter gesucht, die zu einer Mittelalterband passen könnten. Ich bin dann auf Brachmond gestoßen“, erzählt Mäx. Brachmond wurde früher der Mond genannt, der im Juni und Juli über die brachen Felder schien. Passend zum Bandnamen hieß ihre erste CD „Die Saat“. Zu finden sind darauf vier Lieder. Einige davon sind noch vom früherem Sänger übernommen aber umgestaltet, andere von der neuen Frontfrau Steffi.

Lieder über alte Legenden

Ihre Inspiration holt die 26-jährige Pädagogin aus eigenen Erlebnissen oder aus anderen Liedern. „Wenn mir etwas gefällt, schreibe ich es um in die Sprache, die für mittelalterliche Lieder üblich ist“, sagt sie. Das bedeutet vor allem viele Metaphern. Das klingt dann wie im Lied „Die Reise“ zum Beispiel so: „Er kauert um das Feuer, träumt sich zum Horizont, fast wie ein Blick ins Nichts, hat Frei zu sein versäumt.“ In Zukunft möchte die Band auch alte Legenden in ihren Lieder erzählen oder sich von diesen inspirieren lassen. Am Ende des Jahres steht die Aufnahme für ihr erstes Album an. Darauf konzentrieren sie sich jetzt besonders, deshalb gibt Brachmond bis auf einen Auftritt am 11. November in Nürnberg vorerst keine Konzerte in diesem Jahr. „Mit unserem Album und neuen Merchandising wie Shirts im Gepäck wollen wir dann viele Gigs in Deutschland spielen“, sagt Sev.

Sieg beim Amper Slam Battle

In der Bandszene im Landkreis sind die sieben Spielleute keine Unbekannten mehr. 2015 gewannen sie das Amper Slam Battle, das deren Manager „Burgi“ mit veranstaltet. In der bunt durchgemischten Vorrunde mit Kalapi, Leonic und Fagus sind sie klar als Sieger hervorgegangen. So standen sie mit Leonic und zwei weiteren Bands der anderen Vorrunde im Finale. Da war die Herausforderung schon größer, da sich drei Bands dem Rock-Genre bedienten. „Deshalb war unser Sieg sehr knapp“, erzählt Steffi. Vor allem Andy und Sev konnten sich an dem Abend freuen, denn sie standen nicht nur für Brachmond sondern auch für die Hip Hop-Band Neu#Start auf der Bühne.

Kohr

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