Hannelore Kraft zu Besuch

Auf den Spuren der Energiewende

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Besichtigung der Energiezentrale West (v. li.): Stadtwerkemitarbeiter Christian Wiegner, Ministerpräsidentin Hannelore Kraft, MdL Kathrin Sonnenholzner, Bundestagskandidat Michael Schrodi, Bezirkstagskandidat Martin Eberl, SPD-Ortsvorsitzender Mirko Pötzsch, 3. Bürgermeister Uli Schmetz.

Fürstenfeldbruck – „Wahlkampf ist eine Chance, deutlich zu machen, wo wir stehen gegenüber den anderen“, sagte Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft. Bei ihrer fünftägigen Wahlkampfreise durch Bayern besuchte die 52-jährige Politikerin auch erstmals Fürstenfeldbruck.

Gemeinsam mit Schrodi und der Abgeordneten des Bayerischen Landtags, Kathrin Sonnenholzner, dem Bezirkstagskandidaten Martin Eberl sowie Brucks drittem Bürgermeister Uli Schmetz (SPD) und dem SPD-Ortsvorsitzenden Mirko Pötzsch besuchte Kraft am vergangenen Freitag die Energiezentrale West der Stadtwerke Fürstenfeldbruck. Die Besichtigung des innovativen Bio-Heizkraftwerks zur dezentralen Versorgung von privaten Haushalten und Unternehmen mit Heizwärme sowie Prozesswärme und -kälte der Brucker Stadtwerke hatte sich die Ministerpräsidentin als überzeugte Anhängerin der Energiewende ausgesucht.

Der Technische Bereichsleiter der Stadtwerke, Franz Hochstatter, begrüßte Kraft auf dem Gelände der Energiezentrale und gab zusammen mit dem Bereichsleiter Christian Wiegner anschließend bei einem Rundgang durch das Gebäude der Energiezentrale den Gästen einen detaillierten Einblick über die Arbeit der Zentrale sowie auch einen Überblick über die vielfältigen Aufgaben der Stadtwerke.

Im September 2008 wurde das Vorzeigeprojekt der Stadtwerke eröffnet, erfuhr die Ministerpräsidenten aus NRW. Der Bau der Energiezentrale zählt zu den herausragenden Projekten in der Geschichte der Stadtwerke. Hier sind neben der Wärmeversorgung und ein Kälteverteilnetz auch die Notstromversorgung für einen ganzen Stadtteil und die dort ansässigen Unternehmen in einem Gebäude zusammengefasst. Die Anlage mit einer Leistung von drei Megawatt wird mit Biomasse befeuert, wodurch der Co2-Ausstoß jährlich in der Kreisstadt um 5600 Tonnen verringert wird. Die zusätzlich auf dem Dach errichteten Photovoltaik-Segel wurden 2007 mit einem Architekturpreis des Bundesumweltministeriums ausgezeichnet.

Bevor die Ministerpräsidentin, die seit Juli 2012 das mit 18 Millionen Einwohnern bevölkerungsreichste Bundesland regiert, ihren Besuch mit einem Weißwurstessen im Brucker Klosterstüberl beschloss, trug sie sich ins Goldene Buch der Großen Kreisstadt ein, das der dritte Bürgermeister Uli Schmetz aus dem Rathaus mitgebracht hatte.

Beim gemeinsamen Gespräch im Klosterstüberl zeigte sich, dass die Menschen hierzulande im Grunde genommen die gleichen Probleme bewegen wie in den übrigen Bundesländern: zu hohe Mieten in den Ballungsräumen, zu viele Menschen im Niedriglohnbereich und in unsicheren Arbeitsverhältnissen. Um dies zu ändern, kämpft Hannelore Kraft als Ministerpräsidentin in NRW, und deshalb werben und kämpfen die SPD-Kandidaten in Bayern für eine Regierungsmehrheit. Zum Abschied und zur Erinnerung an ihren Besuch erhielt Hannelore Kraft einen Bildband über das Kloster Fürstenfeld überreicht.

Dieter Metzler

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