Buchübergabe an Gymnasium und Rudolf-Steiner-Schule – Die Gröbenhüter gedenken der 70. Wiederkehr und der Befreiung vom Nationalsozialismus

Ausstellung über die NS-Zeit im Heimat- und Torfmuseum

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V.l. Rudi Ulrich 1.Vors., Hanns Burkert Rudolf-Steiner-Schule, Boris Hackl stv. Leiter Gymnasium, Dr. Kurt Lehnstaedt.

Gröbenzell – Die Gröbenhüter gedenken der 70. Wiederkehr und der Befreiung vom Nationalsozialismus im Heimat- und Torfmuseum Gröbenzell mit der Sonderausstellung „ Gröbenzell in den Jahren 1933 – 1945". Zugleich gibt der Verein das Buch von Dr. Kurt Lehnstaedt heraus: „ Gröbenzell in den Jahren 1933 – 1945". 

"Die fünfteilige Siedlung im Nationalsozialismus",  das soeben im Volk – Verlag,  München,  erschienen ist. Bei einer kurzen Führung durch die Ausstellung zeigten sich Boris Hackl, stv. Schulleiter vom Gymnasium Gröbenzell und Hanns Burkert von der Rudolf-Steiner-Schule Gröbenzell sehr beeindruckt von der Ausstellung. Dabei wurde ihnen auch dieses Buch zur Ortsgeschichte für die Schülerbibliothek überreicht. Die Ausstellung kann noch jeden Sonntag von 10 – 12 Uhr bis 21. Juni besichtigt werden. Sonderführungen können unter den Tel.Nr. 08142/9639 und 53777 vereinbart werden. 

In München hatte die NSDAP nach Jahren der Stagnation und innerer Querelen in der Kommunalwahl 1929 wieder Tritt gefasst. Bei der Gründungsversammlung der NSDAP-Ortsgruppe in der Gröbenzeller Bahnhofwirtschaft im selben Jahr mussten die Hakenkreuzler allerdings noch "Überzeugungsarbeit" der besonderen Art leisten: Weil keiner der Anwesenden freiwillig der Partei beitreten wollte, wurden sie handgreiflich und zwangen einige Arbeiter förmlich, sich aufnehmen zu lassen. Einem jungen Mann rissen sie beinahe die Jacke vom Leib und zerrten ihn mit Gewalt ins Nebenzimmer, um die "Aufnahme" zu vollziehen. Schon ein Jahr später sollte sich Gröbenzell zur Hochburg der NSDAP im Brucker Land entwickelt haben.

Die Gründungsversammlung ist Ausgangspunkt für dieses Buch, das den Aufstieg der Nationalsozialisten am Beispiel Gröbenzell darstellt: Es schildert das Wachsen der Ortsgruppe, die Zeit der Machtübernahme, die Gleichschaltung der Vereine, die Verfolgung von Gegnern, die Praxis der Rassenpolitik - und schließlich die Befreiung durch die Amerikaner am 30. April 1945. (Quelle: website Die Gröbenhüter, Gröbenzell).

Das Buch ist im Museum erhältlich. 

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