Mit dem Leiter Soziale Dienste II des Caritas Zentrums FFB und Experten stellte Landrat Thomas Karmasin den Jahresbericht 2014 der Fachstelle Wohn ...

Drohende Obdachlosigkeit durch weiter steigende Mieten

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v.l.n.r.: Landrat Thomas Karmasin, Daniela Massias-Proft (Arbeiterwohlfahrt), Ralf Grath (Caritas), Susanne Volkmer und Dieter Müller (beide Landratsamt Fürstenfeldbruck).

Fürstenfeldbruck - Für das Jahr 2014 ist im Landkreis Fürstenfeldbruck mit einer noch angespannteren Situation auf dem Wohnungsmarkt zu rechnen. Die Mieten werden voraussichtlich im Durchschnitt weiter steigen, gleichzeitig werden kaum neue Wohnungen, die zu günstigen Mietkonditionen verfügbar sind, entstehen. Dies hat zur Folge, dass fast jeder Wohnungsverlust für Haushalte mit niedrigem Einkommen zur drohenden Obdachlosigkeit führt.  Die   Fachstelle Wohnen  rechnet im Jahr 2014 mit steigenden Fallzahlen.   

 Gemeinsam mit dem Leiter Soziale Dienste II des Caritas Zentrums Fürstenfeldbruck, Ralf Grath, Daniela Massias-Proft von der Arbeiterwohlfahrt und Sozialamtsleiter Dieter Müller stellte Landrat Thomas Karmasin am 02.06.2014 den Jahresbericht 2014 der Fachstelle Wohnen vor. In der Sitzung des Kreistages am 26.07.2012 wurde Landrat Thomas Karmasin vom Kreistag ermächtigt, einen Kooperationsvertrag zur Errichtung einer Fachstelle zur Vermeidung von Obdachlosigkeit im Landkreis Fürstenfeldbruck mit dem Caritasverband der Erzdiözese München und Freising e.V. zu schließen.

Nach Abschluss der Vereinbarung konnte mit den entsprechenden Vorarbeiten zum Aufbau der Fachstelle begonnen werden, die am 02.01.2013 ihre Beratungstätigkeit aufnahm.

Oberstes Ziel der Fachstelle Wohnen ist es, drohenden Wohnungsverlust und somit das Abrutschen in die Obdachlosigkeit zu verhindern. Um dieses Ziel zu erreichen, wird jeder Einzelfall zunächst aus sozialpädagogischer Sicht analysiert, um dann ein planvolles Vorgehen zu entwickeln.

Die Fachstelle Wohnen befindet sich in Trägerschaft der Caritas und ist im Caritas-Zentrum dem Fachdienst „Soziale Dienste II“ zugeordnet. Gemeinsam mit dem Kooperationspartner AWO Kreisverband Fürstenfeldbruck e.V. wird die Einrichtung seit dem 01. Januar 2013 als beauftragte Stelle des Landratsamts Fürstenfeldbruck betrieben. Sie hat als präventiv arbeitende Stelle den Auftrag, Wohnungsverlust und Obdachlosigkeit zu verhindern. Beraten und unterstützt werden alle im Landkreis Fürstenfeldbruck lebenden Bürgerinnen und Bürger, die aus den verschiedensten Gründen von Obdachlosigkeit bedroht sind. Kostenträger der Fachstelle Wohnen ist der Landkreis Fürstenfeldbruck.

Die gute Kooperation der Fachstelle mit den betreffenden Behörden, aber auch die Vernetzung mit anderen Fachdiensten freier Träger, bilden die zentrale Grundlage für die effektive Hilfe durch die Fachstelle Wohnen.

Insgesamt führte die Fachstelle Wohnen im Jahr 2013 498 Haushalte in ihrer Statistik. 448 Fälle davon konnten in diesem Jahr zum Abschluss gebracht werden.

Von den 498 beratenen Haushalten kamen 115 ohne erhaltenswerten Wohnraum in die Fachstelle. Hier unterstützten die Mitarbeitenden der Fachstelle bei der Suche nach neuem Wohnraum, leisteten Motivationsarbeit und vermittelten in andere Fachdienste. Lebte die Betroffenen in einem erhaltenswerten Wohnraum, konnte das Abrutschen in die Obdachlosigkeit fast immer verhindert werden. Nur in 4 % der beratenen Fälle war eine ordnungsrechtliche Unterbringung der Betroffenen notwendig, zu 35 gemeldeten Haushalten konnte kein Kontakt hergestellt werden.

 

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