Tag des offenen Denkmals am 11. September – Die Architektur des 19. Jahrhunderts zwischen Biburg und Geiselbullach

Der Landkreis ist mit vielen Helfern wieder Ausrichter des europaweiten Aktionstages des offenen Denkmals. Foto: Günter Schäftlein

Es ist wieder so weit: Der für Europa einheitliche Museumstag steht 2011 unter dem Thema „Romantik, Realismus, Revolution“ und kennzeichnet damit das 19. Jh. Baustilmäßig war in diesem Zeitraum alles möglich - so Kreisbaumeisterin Reinlinde Leitz - von der Wiederbelebung der Antike bis zum Gründerzeit-Barock.

Führungspersonen, Vereine und Institutionen hatten jetzt im Landratsamt unter Gesprächsleitung der stv. Landrätin Gisela Schneid Gelegenheit, das Angebot für den Denkmalstag 2011 vorzustellen. Die Architektur des 19. Jh. umfasst dabei öffentliche und private Bauten im Landkreis zwischen Biburg, Grafrath, Kottgeisering und Geiselbullach/Olching. Die Busfahrt der 5 ½ -stündigen Rundreise (mit Kaffeepause) beginnt um 13 Uhr am Landratsamt-Parkplatz. Ltg. Reinlinde Leitz. Teilnahmekosten 7,50 Euro. Das 19 Jh. im ländlichen Raum stellt auf einem gemächlichen Dorfspaziergang mit "historischer Spurensuche" Kreisheimatpflegerin Susanne Poller in Schöngeising vor. Sie verspricht einen gemütlichen Ausklang (mit Kaffee und Kuchen) auf der Kraftwerkswiese. Treffpunkt dort, Amperstraße 3, um 14 Uhr. „Alte Gebäude“ möchten Kreisheimatpfleger Sepp Kink mit Stefan Pfannes in Maisach vorweisen, von der Hallermühle bis zu mehreren anderen Höfen. Einen zünftigen Abschluss - nach der Besichtigung des historischen Teils der Brauerei - kündigt man für den dortigen Biergarten an. Treffpunkt 14 Uhr Parkplatz vor St. Vitus. Kreisarchivpflegerin Dr. Birgitta Klemenz erläutert die Einzelheiten zur historischen Kaiser-Ludwig-Säule bei Puch an der B2. Treffpunkt dort um 14 und 15 Uhr. Ehrenvorsitzender Robert Weinzierl vom Histor. Verein FFB besucht erneut den „Alten Friedhof“ (angelegt 1806) in der Brucker Kirchstraße 6, vor der Pfarrkirche St. Magdalena. Der Verein hatte sich in der jüngeren Vergangenheit erfolgreich gegen die Umwandlung des Friedhofs, eine Grablege bekannter Stadtpersönlichkeiten und Künstler, in einen Parkplatz gewehrt. Weinzierl: „Der Friedhof ist voll von solchen Leuten!“ Führungen um 14 und 16 Uhr. Kreisheimatpfleger Toni Drexler („Ich bin ein Westmensch!“) geht zwei Erinnerungspunkte im Haspelmoor an: Den Bahnhof mit seinem unter Denkmalschutz stehenden Arbeiterhaus an der 1838-40 in kürzester Zeit fertiggestellten Bahnlinie München-Augsburg. „Eine technische Höchstleistung!“, mit dem Haspelmoor als erste bahntechnische Moorüberquerung überhaupt. Die zweite Besichtigung gilt dem Verwaltungsgebäude des 1888 erbauten Torfstreu- und Mullewerks, des damalig größten Industriebetriebs im Landkreis. Das Gebäude ist das noch existente einzige Fachwerkhaus im Landkreis und entsprach damit dem Baugeschmack der Werksinhaber in einem Fürther Bankhaus. Führungen 14 und 16 Uhr ab Bhf. Haspelmoor. Das Stadtmuseums FFB bietet „Archäologie des 19. Jh.“ in der archäologischen Abteilung in einer Führung ab 14 Uhr durch Rolf Marquardt vom HVF. Im Bauernhofmuseum Jexhof/Schöngeising geht es um die heutige Beurteilung alter Gebäudeteile wie der ehemaligen Remise und des Backhauses sowie ab 14 Uhr im Kinderprogramm um „Experimente Licht“ und ab 15 Uhr um die Führung „Transport und Verkehr“ mit Hans Straßl. Das Jexhof-Stüberl ist geöffnet. Die Furthmühle bei Egenhofen setzt auf „Mühlenromantik und eine versunkene Kultur“. Wie der Müller Erich Widmann dazu anmerkt, war der Arbeitstag eines Müllers alles andere als romantisch, aber die Märchen, Dichter, Musiker und Maler sahen es halt so. Führungen um 13, 14, 15 und 16 Uhr. Das Café Mahlgang ist geöffnet. Tag des offenen Denkmals am 11. Sept. 2011 im Landkreis Fürstenfeldbruck.

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