Offener Brief überreicht

die

Ablehnung des 3. Verkaufsoffenen Sonntags in Olching hat zu einem Aktionismus des Olchinger Gewerbeverbands geführt. In seinen Zeitungsbeiträgen wurden die Stadträte von Olching ob dieser Entscheidung beschimpft und in Unterschriftenlisten sollten die Olchinger sich ihrem Protest anschließen. Nach eigenen Recherchen waren diese Aktionen aber im wesentlichen nur von den Vorständen getragen. Die meisten Geschäftsleute können mit der bisherigen Regelung von 2 offenen Sonntagen gut leben. Die im Leserbrief des Gewerbeverbands aufgeführten Argumente dürfen aber nicht unwidersprochen bleiben, wenn man auch andere Argumente als die Profitmaximierung im Zusammenleben der Menschen gelten lassen will. Aus diesem Grund haben sich Olchinger Vertreter von ev. und kath. kirchlichen Organisationen und ver.di zu einer gemeinsamen Entgegnung zusammen getan und dem Olchinger Stadtrat ihre Unterstützung bei der Ablehnung von mehr als 2 verkaufsoffenen Sonntagen ausgesprochen. Als Begründung wird unter anderem ausgeführt, "der Mensch muss im Mittelpunkt allen Wirtschaftens stehen, nicht umgekehrt! Ein gesunder Lebensrhythmus aus Arbeit und Freizeit ist für unsere Gesellschaft wichtig und muss gewahrt werden. Der freie Sonntag ermöglicht gemeinsame Zeit für Familien, für Freunde, Sport, Kultur und Religiöses und stellt uns Zeit zur Verfügung, die nicht ökonomischen Zwängen unterworfen ist, da der Mensch für ein gutes und erfülltes Leben mehr braucht als Arbeit und Konsum. Leider verbreitet sich immer mehr die Neigung, die wirtschaftlichen Interessen und die ökonomische Betrachtungsweise absolut zu setzen und ihnen alle Dimensionen des menschlichen und gesellschaftlichen Lebens unterzuordnen. Es geht darum, den kulturellen Rhythmus zwischen Arbeit und Ruhe um der Menschen willen zu erhalten und den Menschen eindeutig in den Mittelpunkt allen Wirtschaftens zu stellen. Wir alle stehen in der Verantwortung, uns für den Erhalt des Sonntags zum Wohle einer humanen Gesellschaft einzusetzen“. Mitunterzeichner des offenen Briefes waren Hanne Möller, Olching (Diözesanvorsitzende der Kath. Arbeitnehmerbewegung im Diözesanverband München und Freising e.V.) Hans Baum, Olching (Präses der Kolpingfamilie Olching) Andreas Essing, Olching (PGR Vorsitzender im Auftrag des Pfarrgemeinderates St. Peter und Paul, Olching) Sieglinde Nubert, Olching (Vorsitzende des kath. Frauenbundes Olching) Harald Sauer, Olching (Pfarrer der Evang.-Luth. Kirchengemeinde Olching) Winfried Werner, Olching (Pfarrer der kath. Pfarrei St.Peter und Paul von Olching ) Alfred Pichler, Gernlinden (stell. Diözesanvorsitzender der Kath. Arbeitnehmerbewegung im Diözesanverband München und Freising e.V.) Michaela Götz, Freising (Diözesansekretärin der Kath. Arbeitnehmerbewegung im Diözesanverband München und Freising e.V.) Georg Wäsler, München (ver.di-Bezirk München, Fachbereich Handel)

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