Ein besonderer Lehrgang

Offizierpatent in Zeiten von Corona an 96 Offizieranwärter des militärfachlichen Dienstes überreicht

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Als Lehrgangsbester wurde Oberfähnrich Björn Guse (links) von Generalleutnant Dr. Ansgar Rieks (rechts) ausgezeichnet.

Fürstenfeldbruck – Für 92 Offizieranwärter und vier Offizieranwärterinnen hieß es Abschied nehmen von „Fursty“ und dem „Blauen Palais“.

Sie absolvierten erfolgreich den 99. Offizierlehrgang des militärfachlichen Dienstes der Luftwaffe. Ausgezeichnet wurde Oberfähnrich Björn Guse als Lehrgangsbester. Er erhielt den Bestpreis des Stellvertreters des Inspekteurs der Luftwaffe.

Wohnen und Lernen wurde neu definiert

Der stellvertretende Inspekteur der Luftwaffe, Generalleutnant Ansgar Rieks, gratulierte den angehenden Luftwaffenoffizieren zur bestandenen Offizierprüfung. Aufgrund der weltweiten Pandemie blieb auch die Ausbildungslandschaft der Offizierschule der Luftwaffe nicht von einschneidenden Veränderungen verschont. „Social distancing“ verursachte eklatante Verhaltensänderungen, die in einer Sozialität, die auf Nähe und Zusammenarbeit basiert, nichts mehr so sein hat lassen, wie es war. Wohnen und Lernen wurde neu definiert und strukturierte den Lehrgangsalltag völlig neu. 

Sicherheitspolitische Veränderungen als Herausforderung

„Als Offiziere des militärfachlichen Dienstes werden die Absolventen als militärische Führer in Ihrem jeweiligen Dienstbereich unterschiedlich und in erster Linie fachspezifisch gefordert werden. Sie werden allerdings immer Verantwortung für Menschen tragen. Menschen die ihnen anvertraut sind. Als Vorgesetzte stehen Sie jederzeit und überall unter der „Dienstaufsicht“ Ihrer zukünftigen Untergebenen. Sie werden sich in Ihren Stammverbänden die fachliche – aber vor allen Dingen – die persönliche Autorität erarbeiten müssen. Grundlage der Menschenführung in der Bundeswehr ist die Werteordnung des Grundgesetzes. Die Umsetzung dieser Werte erfolgt unter anderem durch die Anwendung der Grundgesetze der Inneren Führung. Sie zu beachten und umzusetzen ist eine der Kernaufgaben aller Vorgesetzten und legt zweifellos den Grundstein für Anerkennung und Erfolg im militärischen Alltag. Als weitere Herausforderung werden die sicherheitspolitischen Veränderungen in der Welt die Aufgaben eines Offiziers in den Streitkräften stark fordern. Er wird dies vor allem seinen Untergebenen verständlich erklären und schlussendlich im Einklang mit deren und den eigenen Familienangehörigen durchstehen müssen“, dies verdeutlichte der Kommandeur der Offizierschule der Luftwaffe, Brigadegeneral Michael Traut, in seiner Rede an die Absolventen.

Dank an Ausbilder und Familien 

Oberfähnrich Björn Guse dankte in seiner Rede den Ausbildern an der Offizierschule der Luftwaffe für deren Engagement. Ebenso bedankte er sich für die Unterstützung aller Freunde, Bekannten und vor allem aller Familienangehörigen, die bei einem so fordernden Lehrgang wesentlich und unverzichtbar ist. Die Zeremonie erfolgte ebenfalls aufgrund der Pandemieeinschränkungen ohne Militärmusikkorps. Dennoch erfüllte ein würdiger Rahmen auf dem „Airforceplatz“ des Fliegerhorsts Fürstenfeldbruck den Anspruch dieser Feierlichkeit.

Oberstleutnant Stephan Lindner

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