100. Lehrgang für Offizieranwärter

Offizierschule der Luftwaffe verabschiedet Absolventen des militärfachlichen Dienstes

Die Lehrgangsabsolventen bei der feierlichen Patentübergabe im Auditorium der Offizierschule.
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Die Lehrgangsabsolventen sind in das Auditorium der Offizierschule zur feierlichen Patentübergabe eingerückt.

Fürstenfeldbruck – „Ein besonderer Lehrgang in einer besonderen Zeit. Ihr Motto der letzten Wochen könnte lauten: Wir machen alles machbar, was angesichts der sich verändernden Lage machbar ist.“ Mit diesen Worten kommentierte der Stellvertreter des Inspekteurs der Luftwaffe, Generalleutnant Dr. Ansgar Rieks, während des Abschlussappells die Bedingungen, unter denen die Lehrgangsteilnehmer die Ausbildung zum Offizier des militärfachlichen Dienstes erhielten.

Die Verabschiedung der Absolventen mit der Entgegennahme der Offizierpatente fand aufgrund der corona-bedingten Regeln ohne die Teilnahme von Gästen statt. Auch auf das sonst übliche Antreten in der Formation musste verzichtet werden. General Rieks gab in seiner Ansprache zu bedenken: „Lockdown, Hygienebestimmungen und Abstandsregeln bestimmen unser aller Leben und prägen unseren Dienst. Absagen und die Reduzierung von Ausbildungs- und Übungsbetrieb sowie Homeoffice, als eine für viele neue Erfahrung, fordern von uns allen Disziplin. Sie alle, Stammpersonal und Offizieranwärter, haben dies in den letzten Monaten bewiesen.“

In der Tat gestaltete sich die Ausbildung der Lehrgangsteilnehmer aufgrund der Einschränkungen als fordernd. Sowohl ein der Situation angepasster Präsenz- und Wechselunterricht als auch multimediale Lernprogramme führten zum Abschluss des Lehrgangs. Die Offizierschule der Luftwaffe hat bereits seit geraumer Zeit bei der Ausgestaltung der Lehrprozesse die Nutzung digitaler Technik intensiviert und während des letzten Jahres ausgebaut. Insbesondere die Nutzung webbasierter Lernprogramme ermöglichten zusätzliche Flexibilität und Qualität.

Neue Strategien bei der Ausbildung

Das Besondere dieses Lehrgangs sind aber nicht nur die ungewöhnlichen Rahmenbedingungen, die neue Strategien bei der Ausbildung erforderten. Es ist zudem für die Luftwaffe der 100. Lehrgang für die Offizieranwärter des militärfachlichen Dienstes. Anlass genug um auch kurz den historischen Hintergrund dieser fachspezifischen Offizierkarriere zu erwähnen. Die Laufbahn wurde am 28. August 1968 von der Großen Koalition unter Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger (CDU) und Vizekanzler Willy Brandt (SPD) beschlossen. Ziel war es, qualifizierten Unteroffizieren einen Aufstieg in Spezialistenfunktionen zu ermöglichen. Am 31. Juli 1969 wurden in Neubiberg bei München die ersten Unteroffiziere mit Portepee zu Offizieren des militärfachlichen Dienstes ernannt. Seitdem werden diese Offiziere mit hoher Fachkompetenz in unterschiedlichen Führungsverwendungen eingesetzt. Der Verwendungsbereich reicht von der Luftfahrzeugtechnik über die Logistik und Transportwesen bis zum Fluglotsen bei der Flugsicherung.

Michael Schrank

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