26 Schüler am Schnuppertag

"Girls Day" an der Offizierschule

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Die Offizierschule der Luftwaffe (OSLw) lud zum bundesweiten Girls‘ Day in den Fliegerhorst ein

Fürstenfeldbruck – Schule einmal anders – das galt für 26 Schülerinnen am 26. April beim Girls‘ Day, dem Schnuppertag für Mädchen in typische Männerberufe. Einen Tag lang verbrachten die Zehntklässlerinnen an der zentralen Ausbildungsstätte für den Offizier-Nachwuchs der Luftwaffe im Fliegerhorst Fürstenfeldbruck.

Treffpunkt der Mädchen war die Hauptwache des Fliegerhorstes, wo sie pünktlich um 8.50 Uhr vom Bus abgehholt und zum ,,Blauen Palais“, dem Schul- und Unterkunftsgebäude der Soldaten, gebracht wurden.

Vor elf Jahren selbst beim Girl's Day gewesen

Erste Anlaufstelle war einer der Hörsäle, wo sie von Frau Hauptmann Sabrina Bagnoli in Empfang genommen wurden. Dort gab diese einen Überblick über den Programmablauf und erklärte in allen Einzelheiten, was überhaupt ein Offizier ist und welche Laufbahn eine Frau in der Bundeswehr einschlagen kann. In diesem Zusammenhang sprach sie über ihren eigenen Werdegang, den sie an dieser Offizierschule eingeschlagen hat: ,,Vor elf Jahren war ich selber beim Girls‘ Day, so wie ihr heute. Jetzt stehe ich hier, um euch alles zu zeigen“, sagte sie. Nach dem Abitur 2008 besuchte sie die Offizierschule und ist mittlerweile Hauptmann im Versorgungsdienst. Der Aufbau einer Offizierausbildung bestehe zuerst aus der Grundausbildung, danach folgt der Offizierlehrgang, der am Ende mit einem Lehrgangszeugnis oder Offizierpatent bekundet wird. Hauptmann Sabrina Bagnoli präsentierte den Mädchen einen Film zum Alltag an der Offizierschule und sprach am Ende von den vielseitigen Karriere-Möglichkeiten bei der Bundeswehr.

"Rundum-Sorglos-Paket" bei der Bundeswehr

,,Es ist schon ein besonderer Beruf, den wir haben“, begann Oberst Franz Sauerborn, Kommandeur II. Lehrgruppe, seine Ausführungen im Anschluss. Er lobte den Girls‘ Day als gute Option, um einen Einblick in das Thema zu bekommen. Viele Mädchen wollen gerne bei der Bundeswehr studieren, was einige Vorteile mit sich bringt: ,,Wir haben eine eigene Bundeswehr-Uni, man bekommt ein Gehalt (je nach Dienstgrad) und den Studenten wird eine Unterkunft gestellt. Im Prinzip ein Rundum-Sorglos Paket“, fuhr er fort. Im Gegensatz dazu habe man drei Semester im Jahr hintereinander ohne Pause.

Karriereberatung und offene Fragen

Bei der anschließenden Karriereberatung mit Thomas Kaufmann konnten die Mädchen viele Fragen stellen, zum Beispiel, ob man bei der Bundeswehr auch als Psychologe arbeiten kann oder wie der Alltag einer Soldatin aussieht. Eine Muslima wollte wissen, ob man auch mit Kopftuch Dienst tun könne. ,,Im zivilen Bereich ist das durchaus möglich, nicht aber, wenn man eine Uniform tragen muss“, antwortete Thomas Kaufmann. Weiter sprach er über die Möglichkeiten und Voraussetzungen hinsichtlich der zivilen und militärischen Laufbahn bei der Bundeswehr.

Gasmasken testen, Bifak aufbauen und Mahlzeiten zubereiten

Nach dem Mittagessen ging es zum praktischen Teil des Girls‘ Day über: An verschiedenen Stationen bekamen die Schülerinnen konkrete Einblicke und durften das ein- oder andere selbst ausprobieren. Sehr interessiert zeigten sich die Mädchen beim Aufbau eines Biwaks und wie man sich aus einer typischen Feldverpflegung eine warme Mahlzeit zubereitet. Sie durften Waffen samt Einzelteile bestaunen und bekamen eine kurze Einführung über den Ablauf einer ABC-Ausbildung (Atomar-, Biologisch-, Chemisch), was auch das richtige Aufsetzen und Tragen einer Gasmaske beinhaltete. 

Aktuell zwölf Prozent Frauen

Aktuell sind von derzeit 180.000 Soldaten knapp zwölf Prozent Frauen (21.000). Auf lange Sicht soll ein Frauenanteil von 50 Prozent im Sanitätsdienst und 15 Prozent in den allgemeinen Laufbahnen der Bundeswehr erreicht werden.

Nicole Burk

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