MdL Florian Ritter spricht am 4. Mai 2015, 20 Uhr im Bürgerhaussaal über neue Erkenntnisse zum Oktoberfest-Attentat

Oktoberfest-Attentat: Von wem stammt die abgetrennte Hand?

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Florian Ritter ist Experte für Fragen der Bekämpfung des Rechtsextremismus der SPD-Landtagsfraktion. Er ist Mitglied im Ausschuss  für Rechts- und Verfassungsfragen im Bayerischen Landtag.  

Gröbenzell - Das Oktoberfestattentat vom 26. September 1980 gilt als einer der grausamsten Terrorakte in der Geschichte der Bundesrepublik. 13 Menschen starben, 211 Festbesucher trugen zum Teil schwere Verletzungen davon. Die Ermittlungen wurden aber bereits 1982 eingestellt, 35 Jahre später erfolgte die Wiederaufnahme des Ermittlungsverfahrens. SPD-Landtagsabgeordneter Florian Ritter - er kann auch aus den Sitzungen des Rechtsausschusses berichten – referiert über den derzeitigen Ermittlungsstand und die vielen Pannen am Montag, 4. Mai, 20 Uhr, im Bürgerhaussaal. 

Florian Ritter ist Experte für Fragen der Bekämpfung des Rechtsextremismus der SPD-Landtagsfraktion. Er ist Mitglied des Ausschusses  für Rechts- und Verfassungsfragen im Bayerischen Landtag. In Gröbenzell berichtet er über neue Erkenntnisse zum Oktoberfestattentat. Termin: 4. Mai 2015 um 20 Uhr im Bürgerhaussaal. 

Die Ermittlungen wurden aber bereits 1982 eingestellt: Der beim Anschlag getötete Täter Gundolf Köhler sei ein Einzeltäter und habe aus persönlichen Motiven gehandelt, hieß es. Hinweise auf einen möglichen rechtsradikalen Hintergrund wurden nicht weiter verfolgt. Jetzt erst – fast 35 Jahren später – nach intensiven Untersuchungen des Opfer-Anwalts Werner Dietrich und des Journalisten Ulrich Chaussy erfolgte die Wiederaufnahme des Ermittlungsverfahrens.

 Ein rechtsterroristischer Hintergrund wurde stets bestritten. Regelmäßig gibt es Ermittlungspannen, wenn ein rechtsextremistischer Täter in Frage kommt. Erst jetzt, nachdem die neonazistischen Motive der NSU-Morde bekannt wurden, ist man bereit, sich mit rechtem Terrorismus zu beschäftigen. Das Oktoberfestattentat zeigt aber, dass dies schon in den 80er Jahren hätte geschehen müssen. 

Warum wurden Beweismittel so schnell vernichtet? Von wem stammt die nie zugeordnete abgetrennte Hand? Gibt es denn immer einen großen Unwillen, in die rechte Richtung zu ermitteln? Die Parallelen zum NSU-Fall sind nicht zu übersehen. Florian Ritter, der auch aus den Sitzungen des Rechtsausschusses berichten kann, ist der Richtige um den derzeitigen Ermittlungsstand und die vielen Pannen darzustellen.

Jetzt erst erfolgte die Wiederaufnahme des Ermittlungsverfahrens. Vorangegangen waren intensive Untersuchungen des Opfer-Anwalts Werner Dietrich und des Journalisten Ulrich Chaussy. Bekannt ist der Dokumentarfilm „Der blinde Fleck“.

Ein rechtsterroristischer Hintergrund wurde 1980 bestritten. Die Umstände des Oktoberfestattentat zeigen aber, dass schon in den 80er Jahren Ermittlungen in Richtung Rechtsterrorismus hätten geführt werden müssen. Warum wurde nicht schon vor 35 Jahren in rechte Richtungen ermittelt? Welche Maßnahmen hat nun die Bundesanwaltschaft eingeleitet?

redkb

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