„Ernährungshandwerk erleben“.

Mittelschüler drehen Brezen

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Bäckermeister Bömmel zeigt einem Schüler wie man eine Breze dreht.

Die Bäckerei Bömmel in Olching öffnet ihre Pforten für die Klasse 7b der Mittelschule Olching und lässt die Schüler selbst Brezen drehen.

Olching – Dies gehört zum Projekt des Landwirtschaftsministeriums „Ernährungshandwerk erleben“.

"Der Teig braucht Zeit"

„Mmhh, es riecht schon so gut“, sagt ein Mädchen als Bäckermeister Thomas Bömmel die Schüler und deren Klassenlehrerin Martina Bayerl begrüßt und sie mit den Sicherheitsregeln in der Backstube vertraut macht. „Was braucht man für einen Brezenteig?“, fragt Bömmel und gibt die Zutaten in die Mischmaschine. „Der Teig braucht Zeit, das ist ganz wichtig für das Aroma“, sagt er und lässt den Teig von der Maschine kneten. Vor dem Backofen wartet bereits ein Blech mit Brezenrohlingen. „Damit die so schön braun werden, müssen die Teiglinge noch mit Lauge benetzt werden“, erklärt Bömmel, „sonst sind sie so weiß wie eine Semmel.“ Er laugt die Brezen und „schießt“ sie nach dem Salzen in den heißen Ofen.

Die Kunst des Drehens

Dann geht es wieder zurück zum Brezenteig. Dieser ist jetzt geschmeidig und kann in gleichmäßig große Teile geteilt werden. Dazu gibt der Bäcker den Teig in die Schleifmaschine, die aus einem großen Teigstück 30 kleine Teiglinge macht. „Für unsere Brezen brauchen wir aber Stränge“, erklärt Bömmel und zeigt den Schülern wie die Strangmaschine aus dem Teig Stränge formt. „Jetzt seid ihr an der Reihe“, fordert Bömmel die Schüler auf und demonstriert, wie sie aus den gleichmäßigen Teigsträngen den Knoten in den Brezenteig bekommen. „Wow, das ist gar nicht so einfach“, wundert sich ein Schüler, der schon an der zweiten Breze arbeitet. „Ah, ich muss den Teig länger drehen. Das Prinzip habe ich verstanden“, freut sich ein anderer Junge und versucht, die nächste Breze zu drehen. Die Schüler haben sichtlich Spaß und drehen mit Ausdauer und Begeisterung.

Schon nachts um 2 Uhr in der Backstube

„Warum machen Sie den Beruf“, fragt ein Mädchen Bömmel. „Ich arbeite gerne mit Teig, der lebt, das macht mir Spaß“, antwortet er, „ als Bäcker muss man ab 2 Uhr nachts arbeiten, aber daran gewöhnt man sich“

Der Qualitätscheck

„Jetzt machen wir den Qualitätstest“, kündigt Bömmel an. Er holt die Brezen, die er zuvor mit den Schülern in den Ofen geschossen hat und teilt diese aus. „Wow, die ist lecker“, sagt ein Junge und beißt genüsslich in das frische Gebäck.

„Toll, dass die Schüler das traditionelle Bäckerhandwerk hautnah erleben dürfen“, äußert sich Stefanie Schirle, die das Projekt in Oberbayern West koordiniert, zufrieden und verabschiedet sich von der Schulklasse.

red

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