Olchings Stadterhebung - Neues Kapitel aufgeschlagen - 1800 Besucher im Festzelt

Innenminister Joachim Herrmann trägt sich in das Goldene Buch der Stadt Olching ein. Fotos: Hans Kürzl

„Mit dem heutigen Tag wird ein neues Kapitel aufgeschlagen – das Kapitel Stadt.“ Olchings Bürgermeister Andreas Magg drückte so bei der offiziellen Feier nicht nur seine Freude über die Stadtwerdung der bisher größten Gemeinde aus. Er vermittelte so auch den Stolz seiner Bürgermeisterkollegen und der künftigen Stadtratsmitglieder. Dieses Gefühl teilten mit Magg rund 1800 Besucher im Festzelt.

Die Ernennung zur Stadt sei ein Wunschkind, so Magg. Er erinnerte daran, dass sich bereits 1998 ein Arbeitskreis mit der Thematik befasst habe. Nun, 13 Jahre später, sei ein Traum in Erfüllung gegangen. Durch den Titel „Stadt“ werde Olching sein Profil schärfen können, ohne seine Wurzeln zu vergessen. In diesem Zusammenhang erinnerte Magg an seine Vorgänger, von denen Ewald Zachmann und Manfred Krug bei der offiziellen Feier anwesend waren. Als sichtbares Zeichen für eine außergewöhnliche Aufwärtsentwicklung sah Bayerns Innenminister Joachim Herrmann die Stadtwerdung Olchings an. Zudem sei es ein Ehrentitel, der relativ selten verliehen werde. „Heute feiern wir erst die zehnte Stadterhebung seit der Gebietsreform im Jahr 1972“, erklärte der Staatsminister. Herrmann lobte die kulturellen, wirtschaftlichen und sozialen Errungenschaften Olchings sowie dessen Lebensqualität. Dies alles hätte dazu geführt, dass Olching zu Recht den Titel einer Stadt erhalten habe. „Doch auch der ganze Landkreis Fürstenfeldbruck kann stolz sein auf seine neue Stadt. Und er kann generell stolz sein auf seine rasante Entwicklung, die ja auch bei der kürzlichen Stadterhebung von Puchheim wieder deutlich würde“, schloss Herrmann. Darauf eingehend erklärte Landrat Thomas Karmasin, es sei etwas ganz besonderes, wenn in so kurzer Zeit zwei Gemeinden eines Kreises zur Stadt erhoben würden. Karmasin mahnte: „Das Stadt sein wird viel Engagement, Innovationsgeist und Fingerspitzengefühl erfordern.“ Er sei sich jedoch sicher, dass Olching dies umsetzen und ein richtungweisendes Kapitel aufschlagen könne. Zu den wichtigen Unterstützern der Stadtwerdung zählt der erste Landtags-Vizepräsident Reinhold Bocklet. Er bezeichnete Magg als einen Bürgermeister, der bei der Chance zur Stadtwerdung beherzt zugegriffen habe. Bocklet erinnerte auch daran, dass zu früheren Zeiten Stadtwerdungen im Umfeld Münchens strenger begutachtet wurden. Innenminister Herrmann habe hier ein Gleichgewicht der Maßstäbe geschaffen. „Olching hat jedes Recht Stadt zu werden“, sagte Bocklet. Er lobte auch ausdrückliche die große Leistung, die die Integration der bis 1978 eigenständigen Gemeinden Esting und Geiselbullach gewesen sei. Unter der Moderation der gebürtigen Olchingerin Tina Kaiser nahm die offizielle Feier einen fast punktgenauer zeitlichen Verlauf. Kreisheimatpfleger Toni Drexler schilderte, gewürzt mit einigen humoristischen Anmerkungen, die Geschichte der neuen Stadt. Für die musikalische Umrahmung sorgten die Olchinger Blaskapelle sowie das Bläserquintett „Bavarian Chamber Brass“. Den kirchlichen Segen zur Stadtwerdung gaben der katholische Pfarrer Winfried Werner sowie sein evangelischer Amtskollege Harald Sauer.

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