Am 19. September  2014 sollen die Vorschläge der am Architektenwettbewerb teilnehmenden Architekturbüros der Öffentlichkeit präsentiert werden 

Bayerisches Konzept zum Gedenkraum Olympia-Attentat 1972 ruft positive Resonanz in Israel hervor 

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Bayerns Bildungsminister Dr. Ludwig Spaenle (l.) mit dem  israelischen Vize-Außenminister Zachi Ha-Negbi anlässlich seines Israel-Besuches.

Fürstenfeldbruck/München - „Die israelische Regierung hat sehr positiv auf das vorliegende Konzept der Bayerischen Staatsregierung zum Gedenkraum an das Olympia-Attentat 1972 reagiert. In Israel würdigt man in hohem Maße das Engagement Bayerns, die Opfer nicht in Vergessenheit geraten zu lassen“, sagte Bayerns Bildungsminister Dr. Ludwig Spaenle nach der Rückkehr von seiner Israelreise.

Dort war er unter anderem mit dem israelischen Vize-Außenminister Zachi Ha-Negbi sowie dem Leiter der Europaabteilung im israelischen Außenministerium Ilan Ben Dov zusammengetroffen. Minister Spaenle hatte im israelischen Außenministerium das derzeitige Konzept sowie Rahmenbedingungen und den geplanten zeitlichen Ablauf zur Errichtung des Gedenkraums vorgestellt. Vor Ort zeigte man sich sowohl vom Konzept als auch vom Stand der Planungen beeindruckt. 

Derzeit ist vorgesehen, dass am 19. September 2014 die Vorschläge der am Architektenwettbewerb teilnehmenden Architekturbüros der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Dabei wird auch der Gewinner des Wettbewerbs bekannt gegeben werden. Alle Entwürfe sind anschließend im Jüdischen Museum in München zu sehen. Bildungsminister Spaenle sprach vor Ort gegenüber den Vertretern der israelischen Regierung auch eine Einladung zu einer gemeinsamen Grundsteinlegung für den Gedenkraum im Jahr 2015 aus. Das 50-jährige Jubiläum der deutsch-israelischen Beziehungen böte 2015 einen besonderen Anlass für eine gemeinsame Veranstaltung dieser Art. 

Unterdessen hat Bundesinnenminister Thomas de Maizière Mittel im Umfang von 350.000 Euro zur finanziellen Unterstützung des Gedenkraums an das Olympia-Attentats München 1972 in Aussicht gestellt. In dem Schreiben an Bayerns Bildungsminister Ludwig Spaenle ist in diesem Zusammenhang von einer „hohen außen- und innenpolitischen Bedeutung“ des Projekts die Rede. Minister Spaenle sieht die Inaussichtstellung der Mittel – die vorbehaltlich der Entscheidung des Gesetzgebers über den Bundeshaushalt erfolgt ist – als Bestätigung des bisher vorliegenden Konzepts der Staatsregierung: „Das zeigt die hohe Bedeutung, die dem Projekt national und international zukommt. Es ist richtig, das blutige Attentat von 1972 zum Thema eines Gedenkraums zusammen mit einer Dauerausstellung zu machen. Es geht darum, an das Geschehene zu erinnern, es zu erklären und aus dem Geschehen heraus die Zukunft zu gestalten“, so der Minister.

 Besondere Bestätigung findet der geplante Gedenkraum auch seitens der Familien der Opfer. Ihre Sprecherin Ankie Spitzer erklärte anlässlich der Israelreise des Ministers, dass der Gedenkraum dem Wunsch der Familien entspreche, die Familienangehörigen, die Opfer eines brutalen Attentats wurden, nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.

Henning Gießen

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