Schreibtalente fördern

Online kreativ beim Poetry Slam-Workshop mit Meike Harms

Meike Harms, bekannte Bühnenpoetin, gab einen Poetry-
Slam-Workshop online.
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Meike Harms, bekannte Bühnenpoetin, gab einen Poetry-Slam-Workshop online.

Fürstenfeldbruck – 14 Menschen versammelten sich vor ihren kleinen und großen Bildschirmen, um gemeinsam zu schreiben und ihre Texte zu teilen. Der Verein Turmgeflüster organisierte einen Online-Workshop mit der bekannten Bühnenpoetin Meike Harms, um jungen Menschen die Möglichkeit für einen kreativen Austausch zu bieten. Eine Förderung gab es dafür vom Bezirksjugendring. 

Einige bekannte Gesichter erspähte die Workshopleiterin unter den Teilnehmenden, da sie in den vergangenen Jahren im Rahmen der internationalen Wochen gegen Rassismus, oder in anderen poetischen Kontexten bereits mit ihnen gearbeitet hatte. Alle hatten Lust auf Poesie und Austausch. Schon in der Vorstellungsrunde offenbarten sich die außergewöhnlichen, wenn auch frei erfundenen Hobbys der Teilnehmer – von Faultierweitwurf über Kirschkernklettern bis Lkw-Sprengen für Actionfilme. Nur kurz wurden die Regeln des Formats Poetry Slam geklärt, da die meisten ohnehin schon im Bilde waren. Im Zentrum stand dann das geschriebene und gesprochene Wort als freier Ausdruck. In der ersten Übung wurden Begriffe frei erfunden und im Stile eines Lexikonartikels definiert. Was ist ein Frapsnackel? Bin ich premös oder eher plaudesk? Wo liegt eigentlich Stonksbrüttel und wofür ist es bekannt? Etwas mehr Zeit konnten sie sich für einen Text nehmen, der mit folgendem Satz begann: „Warum ich keinen Text über Corona schreibe ...“ Die Ergebnisse waren politisch, nachdenklich, laut und bissig, märchenhaft oder urkomisch. Jeder fand einen ganz eigenen Weg, den ersten Satz als Impuls zu nutzen.

„Am Ende fiel es allen schwer, sich zu lösen. In Zeiten sozialer Distanz wird der kreative Austausch, selbst im digitalen Raum, zu einer Nähe, die einfach fehlt und erfüllt“, sagt Meike Harms. Franziska Schmid, eine der Teilnehmerinnen konnte das nur bestätigen: „Ich fand das Miteinander schön. Ich hätte nicht gedacht, dass das auf Zoom so gut funktioniert.“ Das digitale Treffen war ein kleiner Lichtblick und machte Lust auf mehr. Es wird gehofft, dass bald wieder Präsenzveranstaltungen möglich sind, denn Turmgflüster plant eine regelmäßige und kostenlose Schreibgruppe, für alle, die gerne Texte verfassen, oder es versuchen wollen – mit und ohne Absicht, künftig bei Poetry Slams aufzutreten. Meike Harms steht den Kreativen dreimal im Jahr zur Seite, und sie sagt: „Es ist ein großes Geschenk, mit solchen Schreibtalenten arbeiten zu dürfen. Ich freue mich sehr auf den nächsten Workshop.“ Die Kiener-Stiftung unterstützt das Projekt und übernimmt die Finanzierung von drei Workshops im Jahr, was es dem Verein ermöglicht, diese dann gebührenfrei anzubieten. Infos und Termine gibt es demnächst auf der Homepage www.turmgefluester-verein.de

red

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