Die Opfer des Olympia-Attentats sind unvergessen - Gedenken an die israelischen Athleten und den Polizeibeamten Fliegerbauer

Der Vizepräsident der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Marian Offman, mahnte gegenüber dem Terrorismus wachsam zu bleiben.

Vor 38 Jahren überfielen palästinensische Terroristen während der XX. Olympiade in München die Olympia-Mannschaft des Staates Israel. Sie töteten zwei Menschen und nahmen neun weitere als Geiseln. Bei dem Versuch, die Geiseln zu befreien, starben auf dem Flugfeld des Fliegerhorstes Fürstenfeldbruck neun israelische Sportler und ein deutscher Polizeibeamter. Zur Erinnerung an diese Geschehnisse gedachten Vertreter des Landkreises, der Stadt Fürstenfeldbruck, eine Abordnung der Polizei und der Bundeswehr sowie Vertreter der hiesigen Sportverbände der Opfer und deren Hinterbliebenen am Mahnmal vor dem Haupttor des Brucker Fliegerhorstes. Die Gedenkstätte hatte der in Gröbenzell wohnende Bildhauer Hannes L. Götz vor elf Jahren geschaffen.

Der Landkreis habe mit der Errichtung des Mahnmals und der jährlichen Gedenkveranstaltung ein Zeichen gesetzt und werde es auch in Zukunft tun, erinnerte die stellvertretende Landrätin Gisela Schneid (CSU) in ihrer Ansprache nochmals an die schrecklichen Ereignisse von damals. Im olympischen Dorf wurden von den Terroristen Mosche Weinberger und Josef Romano getötet, bei der missglückten Befreiung starben auf dem Flugfeld David Berger, Seew Friedmann, Josef Gutfreund, Elieser Halfin, Amizur Shapira, Kehat Shorr, Mark Slavin, Andre Spitzer, Jaakow Springer und der Polizeibeamte Anton Fliegerbauer. Auch Marian Offman, Münchner Stadtrat (CSU) und Vizepräsident der Israelischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, erinnerte daran, wie die als „heitere Spiele“ in die Geschichte Olympias eingehenden Wettkämpfe jäh unterbrochen worden waren und wie von einem „Donnerschlag“ die ganze Stadt München von Trauer und Entsetzen erfüllt wurde. Der zum Zeitpunkt des Attentats 24 Jahre alte Offman mahnte, gegenüber dem Terrorismus wachsam zu bleiben, denn der Terrorismus habe die ganze Welt erobert. Dabei erinnerte Offman an den Anschlag auf das World-Trade-Center im Jahre 2001. Die aktuellen Friedensgespräche zwischen Israel und Palästinensern bezeichnete der Vizepräsident der Israelitischen Kultusgemeinde als einen Fortschritt, wenngleich die Welt diese sehr skeptisch beobachte. Marian Offman dankte dem Landkreis für die jährliche Gedenkfeier, die diesmal von Monika Georgii aus Eichenau musikalisch begleitet wurde. Eric Lehmann vom Rabbinat der Israelischen Kultusgemeinde München sowie Dekan Martin Stangl und Pfarrer Claus Fiedler sprachen ein Gebet und legten nach jüdischem Brauch kleine Steine am Mahnmal nieder.

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