Zahlen mit dem Smartphone

In Bruck soll bargeldloses Parksystem kommen

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Auf dem Pendlerparkplatz am Brucker Bahnhof kann man sein Parkticket bereits per Handy bezahlen – allerdings mit einer App der Deutschen Bahn.

Die Stadt will ergänzend zum Parkscheinautomaten das bargeldlose „Handyparken“ einführen.

Fürstenfeldbruck – Der Verkehrsausschuss ist damit einstimmig einem entsprechenden CSU-Antrag gefolgt. Zudem wurde mehrheitlich eine Kooperation mit dem Betreiber Park Now beschlossen, der das System voraussichtlich noch in diesem Jahr installieren wird.

Vorteile lägen auf der Hand

Verkehrsreferent Mirko Pötzsch (SPD) lobte ausdrücklich den von Martin Kellerer eingebrachten CSU-Antrag auf Einführung eines bargeldlosen Parksystems. „Digitalisierung gehört heutzutage einfach dazu“, äußerte sich Pötzsch. Die Vorteile liegen auf der Hand: Kein lästiges Kleingeld suchen, der Weg zum Parkscheinautomaten entfällt und es erfolgt eine punktgenaue Abrechnung. Zuviel bezahltes Geld für nicht genutzte Parkzeit gehört damit der Vergangenheit an. Dauert der Einkauf oder Arztbesuch dagegen mal länger, kann die Parkzeit innerhalb der Höchstparkdauer jederzeit verlängert werden. Auch als virtuelle Parkscheibe lässt sich die Handy-App nutzen und sollte die Stadt in den nächsten Jahren ein Parkleitsystem einführen, kann die App dem Autofahrer auch freie Parkplätze anzeigen.

Mehrere Abrechnugnsmöglichkeiten

Die Gebühren werden monatlich abgerechnet. Hat man sich als Kunde bei Park Now registriert, erfolgt die Abrechnung über Kreditkarte, Paypal oder ein vergleichbares Bezahlsystem, ansonsten über die Monatsrechnung des Handy-Anbieters. Wer über kein Smartphone beziehungsweise internetfähiges Handy verfügt, kann das Angebot auch per SMS oder mittels eines Telefonanrufes nutzen. Pro Vorgang fällt für den Nutzer eine zusätzliche Servicegebühr von 25 Cent an, wobei Park Now Neukunden ein Startguthaben über fünf Euro schenken will.

Kosteneinsparung für Stadt

Die Stadt spart sich mit dem Angebot sowohl die Nachrüstung der Parkplätze mit EC-tauglichen Parkscheinautomaten, als auch laufende Kosten, da die Münzautomaten künftig seltener geleert und repariert werden müssen. Allerdings muss für den Dienst in der Tiefgarage der Buchenau ein W-Lan eingerichtet werden. Die Kosten hierfür werden mit etwa 3.500 Euro veranschlagt. Franz Höfelsauer (CSU) schlug vor zu prüfen, ob dafür auch das bereits vorhandene oberirdische W-Lan am Geschwister-Scholl-Platz des Gewerbeverbandes infrage könne.

Nur ein Anbieter statt mehrere

Der Antrag Kellerers zur Einführung einer digitalen Parklösung für die Große Kreisstadt stieß im Plenum zwar fraktionsübergreifend auf eine breite Zustimmung, allerdings plädierte Alexa Zierl (Die Partei & Frei) ebenso wie Dritte Bürgermeisterin Karin Geißler (Grüne) und Dieter Kreis (ÖDP) dafür, mehrere Anbieter zuzulassen und sich nicht exklusiv an Park Now, einem Tochterunternehmen von BMW, zu binden. Zudem beantragte Zierl die Vertragslaufzeit auf zwei statt der vorgesehenen drei Jahre zu begrenzen. Eine knappe Mehrheit von 8:7 entschied jedoch, es bei den drei Jahren zu belassen. Dann wolle man eine Zwischenbilanz ziehen. Ebenso entschied man sich für Park Now als Exklusivpartner, da man mit diesem Partner immer Ansprechpartner vor Ort habe.

Peter Fischer

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