Pater Anselm Grün sprach in der Brucker Klosterkirche - OB Kellerer und Ehefrau begrüßten den Ehrengast

In seinem Vortrag in der gut gefüllten Brucker Klosterkirche sprach Benediktinerpater Anselm Grün über wesentliche Inhalte der christlichen Glaubenslehre. Gleichzeitig rief er auch zum Dialog mit den anderen großen Weltreligionen auf. Dabei komme es aber darauf an, die Grundsätze der eigenen Religion zu kennen und die Unterschiede nicht zu verwischen...

Dass Gott nach der christlichen Lehre mit der Geburt Jesu Mensch geworden sei, habe keine andere Religion. Das christliche Gottesbild und das Menschenbild miteinander: Man könne über Gott nicht reden ohne über das persönliche Verhältnis zu den anderen Menschen. Jesus gelte als Mensch gewordener Gott gleichzeitig als ein großer Lehrer. Er "gibt Antwort auf die großen Fragen der Menschheit". Im christlichen Glauben geht es nach Anselm Grün für die Christen um die Nachfolge der Lehre Christi. Hier wurde ein Menschenbild entwickelt, das vom personalen Gottesbild abhängig sei: "Gott ist nicht abstrakt, sondern konkret Mensch". Gott sei für Christen also nicht wie im Buddhismus, der gerade heute auch im Westen eine große Anziehungskraft auf Menschen ausübe, als reine Energie und Liebe vorstellbar. Zwar gebe es auch im Buddhismus ein Mitgefühl der Menschen zueinander, aber keine personale Beziehung zu Gott. Wer keine personale Beziehung zu Gott aufbauen könne, leide häufig auch unter der Unfähigkeit, sich selbst richtig zu verstehen und tragfähige soziale Beziehungen zu seinen Mitmenschen aufzubauen. Gleichzeitig beinhalte das "christliche Bild des dreifaltigen Gottes auch ein Geheimnis, das man offen halten" müsse. Nach Anselm Grün "hängt die Würde des Menschen von dem Heiligen Geist in uns ab". Die zentrale Rolle in der christlichen Religion spiele die Erlösung, die sich bei den Menschen in Formen der Fähigkeit zur Vergebung, Liebe und Heilung ausdrücke. Jesus habe für die Menschen den Kreuzestod erlitten und sei für jeden Einzelnen gestorben. Mit den Worten Grüns heißt das: "Ich bin als Mensch so wertvoll, weil Jesus aus Liebe für mich gestorben ist." Die heilende, therapeutische Wirkung der Erlösung zeige sich auch in vielen Wundern, in denen Jesus beispielsweise Blinde sehend gemacht und Gelähmte aufgerichtet habe.Diesen "heilenden Geist" können die Gläubigen heute in den Sakramenten, wie Taufe und Buße und vor allem in der Euchristie erfahren. Dem Benediktinerpater und Autor von über 80 Werken über die christliche Religion kam es in seinem Vortrag vor allem auf eine Botschaft an: Wir brauchen uns als Christen nicht zu verstecken, die Religion ist das Wertvollste was wir haben, aber wir dürfen sie nicht verfälschen. Nach seinem einstündigen Vortrag kam es noch zu vielen kurzen persönlichen Gesprächen zwischen den Zuhörern und dem bekannten Autor.

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