Höchste barocke Glaskunst

Der "Pellhammer Becher" kehrt nach Fürstenfeld zurück

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Angelika Mundorff vom Museum, Kulturreferent Prof. Dr. Klaus Wollenberg und die Vorsitzende des Historischen Vereins Fürstenfeldbruck Ulrike Bergheim präsentieren das Pellhammer-Glas

Fürstenfeldbruck – Die Dauerausstellung des Museums Fürstenfeldbruck zum Thema Kloster Fürstenfeld wird demnächst um ein neues Kunstobjekt reicher.

Fürstenfeldbruck -  Vor einiger Zeit wurde das Museum auf einen Glasbecher aufmerksam, der im 18. Jahrhundert eigens für Abt Alexander Pellhammer angefertigt wurde. Der aus Kemnath in der Oberpfalz stammende Zisterzienser wurde 1745 zum Abt des Klosters Fürstenfeld gewählt. Zur feierlichen Amtseinführung wurde ihm ein wertvoller Wappenbecher aus böhmischem Glas überreicht. 

Stichfester Hinweis auf seinen einstigen Besitzer

Der Becher ist von besonderem Wert, da er in höchster barocker Glaskunst in einem für die Zeit und Herkunft typischen Laub- und Bandelwerkstil ausgearbeitet wurde. Neben filigranen Bändern und Ranken zieren den Becher zudem noch drei Wappen, die Anhaltspunkte zu Pellhammers Person geben. Die Jahreszahl 1745, die auf das Datum der Wahl zum Abt hinweist, befindet sich unterhalb der eingravierten Buchstaben „F“, „A“, „A“. Diese geben neben der Gravur einer Abtbüste mit den Bedeutungen „Fürstenfeldensis“, „Alexander“, „Abbas“ einen stichfesten Hinweis zum einstigen Besitzer des Bechers. Aus dem Nachlass eines Barons von Freyberg ging der Becher 2018 in den Besitz eines norddeutschen Privatsammlers und Glasforschers über, der sich nach eingehenden Recherchen zum historischen Kontext des Bechers bereit erklärt hat, ihn an das Museum Fürstenfeldbruck abzugeben. 

Becher wird dauerhaft zu sehen sein

Der Erwerb des Bechers wurde durch den Historischen Verein unterstützt. Das Objekt kann nun an den Ursprungsort seiner Bestimmung zurückkehren. Der „Pellhammer-Becher“ wird in den nächsten Wochen in die Ausstellung zum Thema Kloster Fürstenfeld integriert und wird dort dauerhaft zu sehen sein. 

red

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