Wiedereröffnung nach Pause

Perspektiven des Malers Peter Blab: Sonderausstellung im Pfefferminzmuseum

Elisabeth Köbele und Birgit Wälzel zeigen Ausstellung im Pfefferminzmuseum Eichenau über Peter Blab
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Blabs Tochter Elisabeth Köbele (rechts) und Birgit Wälzel (Tochter von Hans Kugler vom Förderverein) sind stolz auf die Ausstellung und die Auswahl der Bilder.
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Eichenau – Die Wiederöffnung feiert das Pfefferminzmuseum mit einer Ausstellung. Gezeigt wird, aus welche Perspektiven der Maler und Schuldirektor Peter Blab seine Heimat sah.

Was heute das Smartphone ist, um einen schönen Moment festzuhalten oder einen besonderen Ausblick, das war für Peter Blab stets Block und Stift. „Das war bei ihm immer griffbereit“, erzählt Tochter Elisabeth Köbele bei der Ausstellungseröffnung im Eichenauer Pfefferminzmuseum an der Parkstraße.

Die 50 Zeichnungen, die dort bis zum 26. Dezember ausgestellt sind, zeigen, dass Blab einen Blick und ein gutes Gespür für seine Umgebung hatte. Die Heilig-Kreuz-Kirche im Münchner Stadtteil Giesing, wo er 1905 auf die Welt kam und aufwuchs, war so gesehen sein erstes Übungsobjekt – aus verschiedenen Perspektiven. „Das war immer sein Ding“, erinnert sich die Tochter. Jeder neue Blickwinkel habe für ihn seine Reize gehabt. Schöne Gebäude begeisterten Blab ebenso wie die Natur – die Ausstellung gibt einen guten Überblick über die Bandbreite des Schaffens von Blab. Von einem allerdings ließ er aber zeitlebens konsequent: Porträts hat er nie angefertigt. Dafür habe er keine spezielle Ausbildung gehabt, so Tochter Elisabeth Köbele. „Nur das, was für den Kunstunterricht in der Schule notwendig war.“

Als Lehrer das Musische vermittelt

An der Grundschule an der Schulstraße, der jetzigen Josef-Dering-Straße, hat Blab als deren Rektor sein Wissen und seine Begeisterung gerne geteilt. „Das war ihm stets wichtig, dass den Kindern das Musische, die Kunst mit vermittelt“, erinnert sich die Tochter an das Wirken ihres Vaters an der Schule in der Zeit von 1957 bis 1967. Überhaupt habe der Vater sein künstlerisches Wissen gern weitergegeben, so die Tochter. Sie lächelt ein wenig bei dieser Erinnerung: „Ich habe ihm auch immer wieder beim Zeichnen über die Schulter schauen dürfen.

Für den Sohn nach Eichenau gezogen

Dass Peter Blab überhaupt nach Eichenau gekommen war, war dem Diabetes geschuldet, an dem sein Sohn Werner als Jugendlicher erkrankt war. Um dem Sohn eine unkomplizierte Zugfahrt zum Gymnasium zu ermöglichen, ließ sich Peter Blab Mitte der 1950-Jahre in die Nähe von München versetzen. Später hinterließ auch Sohn Werner Spuren in Eichenau: Als langjähriger Gemeinderat, zudem engagierte sich Werner Blab für den Freundeskreis Wischgorod – übrigens mit Magdalena Holzner, eine der Nachfolger Peter Blabs als Schulleiterin.

Ortschronik mitgestaltet

Der blieb selbst nach seiner Pensionierung ab 1967 und bis zu seinem Tod 1977 der Gemeinde Eichenau treu. Unter anderem gestaltete er mit seinen Zeichnungen die Ortschronik mit aus. Beispiele dafür sind ebenfalls zu sehen, wie Birgit Wälzel hinweist, die Tochter von Hans Kugler (Vorsitzender des Fördervereins Pfefferminzmuseums). Wälzel hat die Ausstellung mitgestaltet und ebenso bei der Auswahl der Bilder und Zeichnungen mitgewirkt.

Reisebilder gegen Spende

Denn im Familienfundus von Köbele sind noch etliche andere Zeichnungen des Vaters aus Eichenau, dem Landkreis Fürstenfeldbruck erhalten. Aber auch aus umliegenden Landkreisen und beliebten Reiseländern hatte Peter Blab zeichnerische Erinnerungen geschaffen. Köbele würde sie gerne gegen Spende ab zehn Euro aufwärts weitergeben. Der Erlös soll an das Pfefferminzmuseum sowie den „Förderverein Roggenstein gehen. Interessenten können sich unter Telefon 08141 82111 melden.
Hans Kürzl

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