Petershausener Johannes Landendinger wird zum OB-Kandidat aufgestellt

SPD stellt Überraschungskandidaten auf

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Johannes Landendinger ist der OB-Kandidat der Germeringer SPD.

Germering ist ihm nicht unbekannt, wenn auch die meisten Germeringer Bürger ihn noch nicht kennen werden. Die SPD geht wahrlich mit einem Überraschungskandidaten in das Rennen um den begehrten Job im Rathaus. Der 34-jährige Petershausener Johannes Landendinger kandidiert unter anderem neben dem amtierenden OB Andreas Haas (CSU) um das Amt des Oberbürgermeisters bei den kommenden Kommunalwahlen im März 2020. Landendinger ist seit 2017 Genosse bei den Sozialdemokraten und teilt sich seit Juni 2018 die Doppelspitze der Petershausener SPD mit Hildegard Schöpe-Stein. In der Jahreshauptversammlung des Germeringer Ortsverbandes wurde der Mann mit dem markanten Bart nun offiziell vorgestellt.

Germering - Mit dem Slogan „Germering geht auch sozialdemokratisch“ will die SPD in den Wahlkampf starten und ihr angeschlagenes Image aufpolieren. Auch Landratskandidat Christoph Maier ließ es sich nicht nehmen, den Germeringer Genossen an diesem Abend einen Besuch abzustatten. „Die Menschen brauchen einen fürsorgenden Staat und dafür steht die SPD“, sagt er. Auf Bundesebene haben es die Roten bereits seit einigen Jahren schwer und debattieren derzeit darüber, wer die Parteispitze übernehmen soll – Olaf Scholz und Klara Geywitz oder Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken. Dennoch, und das bestätigt auch der Stellvertretende Vorsitzende der Germeringer SPD Daniel Liebetruth, wollen sich die Germeringer Parteimitglieder nicht bereits vor den Wahlen geschlagen geben und mit einem ernsthaften Kandidaten durchstarten. Landendinger, dessen Eltern viele Jahre in Germering lebten, ist gelernter Kinderpfleger und Erzieher sowie studierter Sozialpädagoge. Dass ihm folglich unter anderem die Kinderbetreuung in Germering am Herzen liegt, ist nicht verwunderlich. 

Forderungen des Oberbürgermeisterkandidaten

Zudem betont er die wachsende Wohnungsnot im Umland der Metropolregion München. „Diese Schieflage muss behoben werden, preisgünstiger Wohnraum muss geschaffen werden“, sagt der Oberbürgermeisterkandidat in seiner Rede am Mittwochabend im vollbesetzten Nachtasyl der Stadthalle. Weiter fordert der seit 2011 mit einem Mann in einer festen Partnerschaft lebende Landendinger eine Entlastung des Verkehrs durch die Rückkehr des zehn-Minuten-Taktes und den Bau einer Seilbahn sowie eine Anpassung der Löhne an den hohen Lebensunterhalt, den die Germeringer aufbringen müssen und den Bau eines Mehrgenerationenhauses, damit auch die Menschen im hohen Alter eine Perspektive haben. Aber auch ein sozialverträglicher Klimaschutz steht oben auf der Agenda Landendingers. So sind ihm die Germeringer Dauerbrenner wie die Bebauung des Kreuzlinger Feldes und die Ansiedlung des Briefverteilzentrums der Deutschen Post durchaus bekannt und ein Dorn im Auge. Ähnlich wie es der Fraktionssprecher Robert Baumgartner bereits am Dienstagabend in der Stadtratssitzung im Namen für seine Partei formulierte, ist auch der Petershausener gegen eine Abhängigkeit von nur einem einzelnen Investor und spricht sich im Germeringer Norden für eine Verteilung auf mehrere Gewerbe aus. Von 41 Stimmberechtigten erhielt Landendinger 35 Ja, drei Nein-Stimmen und drei Enthaltungen und kann seinen Elan nun vollends in den anstehenden Wahlkampf stecken. Dass dieser nicht einfach werden wird, zeigt die seit nunmehr elf Jahren andauernde Amtszeit von Oberbürgermeister Andreas Haas. 

Claudia Becker

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