Brucker Grüne wollen Wald retten

Petition gegen Kiesabbau - Grüne sammeln Unterschriften für Rothschwaiger Forst

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Der Kiesabbau frisst sich immer weiter in den Wald - die Stadt hat wenig Handlungshoheit, weshalb die Grünen nun Unterschriften sammeln.

Fürstenfeldbruck - Grüne sammeln Unterschriften mit Online-Aktion „Wald ist Zukunft – Rothschwaiger Forst erhalten“.

„Der Landkreis Fürstenfeldbruck gehört zu den waldärmsten Landkreisen Bayerns und ausgerechnet hier opfern wir fast 18 Hektar Waldfläche für den Kiesabbau“, kritisieren die Grünen. Sie beziehen sich dabei auf die Rodung der Waldfläche am Rothschwaiger Forst für einen dort angesiedelten Kiesabbau, der erst in der letzten Stadtrats-Sitzung Thema war (Link siehe unten). Deshalb startete die Fraktion nun eine Online-Petition an den Bayerischen Landtag, um weitere Rodungen zu verhindern.

"Kleines Paradies mit lebendiger Flora und Faune"

„Hier verschwindet ein qualitativ-hochwertiger Mischwald, der sich über Jahrzehnte zu einem kleinen Paradies mit einer lebendigen Flora und Fauna entwickelt hat. Allein der Waldboden, über Jahrtausende entstanden mit einem intakten Bodenleben, wird unwiederbringlich zerstört“, schreibt Petitions-Gründer Jan Halbauer. Dies sei „eine ökologische Katastrophe – für das Klima, für die Natur, für uns“, finden die Grünen Fürstenfeldbruck.

"Das Bayerische Landesplanungsgesetz in der Pflicht"

Die Regionalplanung sehe rund 18 Hektar Wald als Vorranggebiet für Kiesabbau im Rahmen des Bayerischen Abgrabungsgesetzes vor. Planungsgrundsätze beziehungsweise die Regionalplanung seien laut Grüne aber nicht in Stein gemeißelt und müssten neu und zeitgemäß abgewogen werden. „Auch der Freistaat Bayern ist hier über das Landesentwicklungsprogramm beziehungsweise das Bayerische Landesplanungsgesetz in der Pflicht. Wir brauchen endlich eine klimaschutz-freundliche Regionalplanung“, sagen die Grünen und fordern: „Das anliegende Trinkwasserschutzgebiet der Stadt Fürstenfeldbruck sowie der Waldlehrpfad als Bildungsinstitution dürfen nicht aufs Spiel gesetzt werden. Gewinnerzielungsabsichten müssen in den Hintergrund treten.“

Zur Petition

Mit Stand 8. August, 16 Uhr, haben 646 Menschen für den Erhalt des Rothschwaiger Forstes unterschrieben. Ziel ist, innerhalb von sechs Monaten auf 24.000 Unterschriften zu kommen. Die Petition ist unter www.openpetition.de/!fcqcn zu finden. 

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red

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