Spaziergang im Schrannengelände

Vorstellung vom "lebendigen Viertel"

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Wie könnte das Gebiet rund um die Aumühle in Zukunft entwickelt werden? OB von Dachau Florian Hartmann, Philipp Heimerl und Andreas Ordom (von links) stellen Möglichkeiten vor.
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Fürstenfeldbruck – Die zukünftige Bebauung des Gebietes rund um die Aumühle und Lände ist bei vielen ein Diskussionsthema. „Was auf die Stadt hier zukommen würde, wenn sie mich als Oberbürgermeister hätte, will ich heute vorstellen“, begann Philipp Heimerl (SPD) seinen organisierten Spaziergang von der Alten Schranne zur Bibliothek.

Dazu eingeladen hatte er Parteikollege Florian Hartmann, Oberbürgermeister in Dachau – denn dieser habe Erfahrung mit der Entwicklung großer, brachliegenden Flächen.

„Ich wäre froh, wenn ich als Stadt so eine große und schöne Fläche mein Eigentum nennen könnte“, sagte Hartmann. Das sogenannte alte Papierfabrik-Gelände, das die Stadt Dachau seit Jahren versucht zu entwickeln, ist nämlich nicht in städtischer Hand. Deshalb riet er: „Nutzt die Chance, das Gebiet nach euren Vorstellungen zu gestalten.“ Natürlich nicht, ohne die Bürger zu befragen. Wie in Dachau zum MD-Gelände soll es auch für die Lände eine Bürgerbeteiligung geben.

Zugang zur Amper öffnen

In Dachau wurde klar: Die Bürger wünschen sich einen offenen Zugang zum Würmkanal, der aktuell noch unterirdisch fließt. Auch Heimerl stellt sich die Amper innerhalb des Brucker Geländes als „öffentlichen Grünstreifen“ vor. Hartmanns Fazit nach dem Rundgang: „Es gibt hier viele Möglichkeiten, ich finde es schade, dass die Amper kaum zugänglich ist. Sie sollte stärker ins Bewusstsein der Bürger gerückt werden.“ Philipp Heimerl möchte außerdem einen neuen Nutzen für die denkmalgeschützten Gebäude finden, ähnlich wie in Dachau. Dort sollen laut Hartmann in Teilen der denkmalgeschützten Industrieräumen ein Museum für oberbayerische Industriegeschichte eingerichtet werden.

Arbeiten und wohnen in einem 

Insgesamt wünscht sich der OB-Kandidat Heimerl für das 9.000 Quadratmeter große Brucker Gelände, dass es „ein lebendiges Viertel“ wird, wo Arbeiten und Wohnen gleichermaßen möglich ist und Vereine wie die Subkultur und die Razorbacks bleiben dürfen. Auch Hartmann appelliert: „Man darf nicht den Fehler machen, nur Wohnungen zu bauen, sondern man muss auch an Arbeitsplätze denken.“ Heimerl würde sich wünschen, wenn vor allem Jungunternehmer sich ansiedeln würden. Er sieht außerdem eine Autofreiheit auf dem Gelände vor. Zwar soll es Kurzparkmöglichkeiten geben, der Schwerpunkt solle aber auf Fußgänger und Radfahrer gesetzt werden. Dafür sei eine zweite Brücke über die Amper für diese Personengruppe wichtig, damit eine schnellere Verbindung zur Aumühle geschaffen wird.

Ideenwettbewerb soll im Sommer starten

Stadtrat Heimerl erklärte außerdem: „Noch vor der Sommerpause wird der Ausschreibungstext für den europaweiten Ideenwettbewerb freigegeben, sodass damit gestartet werden kann.“

Kohr

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