PV-Anlage für den Eigenbedarf lohnt sich praktisch für jeden, der ein Dach hat.

Photovoltaik – das Kraftwerk auf dem eigenen Dach 

Mitarbeiter der Firma Stumbaum bei der Montage einer Photovoltaikanlage
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Mitarbeiter der Firma Stumbaum bei der Montage einer Photovoltaikanlage

Sauberer Strom vom eigenen Dach – eine PV-Anlage macht‘s möglich, und immer mehr Menschen nutzen diese Chance. Zwar ist die Einspeisevergütung nicht mehr so hoch wie vor 20 Jahren, doch dafür kann man den Strom speichern und selbst verbrauchen. Das spart so viel Geld, dass sich die Investition in die Anlage bereits nach etwa zehn bis zwölf Jahren amortisiert hat.

Alles, was man braucht, ist ein dichtes Dach. Satteldächer und Flachdächer sind gleichermaßen für PV-Module geeignet. Eine Südausrichtung ist keine zwingende Voraussetzung - „bei einem Ost-West-Dach hat man den ganzen Tag über eine schöne Produktion“, erklärt Josef Hainzinger, Projektleiter PV und Vertrieb in der Egenhofener Niederlassung der Stumbaum GmbH.

Der Fachmann empfiehlt, geeignete Dachflächen komplett auszunutzen. Als Hausnummer: Eine 10-Kilowatt-Anlage mit 28 Modulen erfordert eine Fläche von nur etwa 45 Quadratmetern. Notwendig ist außerdem der Einbau eines Wechselrichters und sinnvoll der Einbau eines Speichers. Damit wird es möglich, den Strombedarf eines Einfamilienhauses in einem Umfang von 30 bis 75 Prozent aus eigener Produktion zu decken. Überschüsse, die im Sommer entstehen können, werden ins Netz eingespeist und aktuell mit neun Cent pro Kilowattstunde vergütet.

Florian Trinkl beim Anschließen eines Wechselrichters beim Landwirt Thomas Dinkel in Malching.

Karl Trinkl, Inhaber des Familienbetriebs Trinkl Kälte Klima Elektrotechnik in Hattenhofen, empfiehlt zudem die Kombination mit einer Wärmepumpe oder einem Heizstab. Sinnvoll sei eine PV-Anlage auf dem eigenen Dach „eigentlich für jeden“. Die Amortisationszeit einer Anlage, mit rund zehn Jahren ohnehin nicht sehr lang, relativiert sich noch einmal, wenn man sie zur Lebensdauer in Beziehung setzt. „Man geht davon aus, dass die Module auf dem Dach 30 bis 40 Jahre funktionieren.“ Die Garantiezeit auf den Speicher beträgt zehn Jahre, kann mit einer Garantieverlängerung aber verdoppelt werden. Eine Wirtschaftslichkeitsberechnung als Entscheidungsgrundlage gibt Aufschluss über Kosten und Nutzen.

Die Investition für eine PV-Anlage auf einem Einfamilienhaus bewegt sich im niedrigen fünfstelligen Bereich. Wer eine Neuanlage installiert, kann für den Speicher sogar Fördergelder aus dem 10.000-Häuser-Programm des Freistaats in Anspruch nehmen.

Informationen:

ZIEL 21 bietet kostenlose Photovoltaik-Beratungen an, Telefon 08141/519225) oder per E-Mail an: info@ziel21.de

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