Ihren Ursprung haben die Helme mit Spitze in Preußen – Exponate aus der Zeit von 1870 - 1918

70 Pickelhauben zeigt das Heimat- und Torfmuseum Gröbenzell 

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Museumsleiter Albert Donhauser und sein Stellvertreter Werner Urban haben den Leihgeber der Pickelhauben und Helme aus der Zeit von 1870 bis 1918 in ihre Mitte genommen.

Gröbenzell – Mit der Sonderausstellung „Pickelhauben“ bietet das Heimat- und Torfmuseum Gröbenzell dem interessierten Besucher seit 18. Mai eine sehenswerte und hochinteressante Ausstellung an. Ein privater Hobby-Sammler stellte dem Gröbenzeller Museum aus seinem umfangreichen Bestand etwa 70 Helme unterschiedlicher Form aus der Zeit von 1870 bis 1918 leihweise zur Verfügung.

 Diese Helme, wegen ihrer Spitze auch Pickelhauben genannt, waren beim Militär bis 1918 ein Bestandteil der Uniform, aber auch Polizisten und Männer der Freiwilligen Feuerwehr trugen sie, letztere sogar bis 1945. „So etwas ist ein echter Glücksfall“, freuten sich Museumsleiter Albert Donhauser und sein Stellvertreter Werner Urban, als ein Bekannter die Verbindung zu dem Sammler dieser einmaligen Helme herstellte. Die Leidenschaft zu den schmucken Helmen entdeckte der gelernte Werkzeugmacher aus dem Brucker Landkreis, der sich inzwischen im Ruhestand befindet, als er nach Ende des Zweiten Weltkriegs die überall herumliegenden Wehrmachts-Helme sammelte.

Verschiedene Exponate im Heimat- und Torfmuseum. 

 „Meine Frau war nicht so begeistert von der Sammlung“, erzählte der Landkreis-Bewohner, der aus bestimmten Gründen seinen Namen nicht preisgeben möchte. Nachdem seine Frau aber einen der Stahlhelme gegen eine Pickelhaube, die auch ihr gefielen, eingetauscht hatte, brach bei dem Landkreis-Bürger endgültig die Sammler-Leidenschaft aus. Auf Kunsthandel-Auktionen beispielsweise vom Auktionshaus Kube in Sugenheim oder vom Hermann Historica Auktionshaus in München, aber auch Flohmärkten oder Urlaubsreisen erwarb der Hobbysammler im Laufe der vergangenen 25 Jahre ca. 200 Helme. 

Sein ehemaliger Beruf als Werkzeugmacher kam seinem Hobby entgegen, denn viele Helme waren häufig nur in unvollständigem oder desolatem Zustand zu bekommen. Die habe er dann liebevoll und mit großem Zeitaufwand restauriert. Auch hat er Kürassierhelme oder bayerische Raupenhelme originalgetreu nachgebaut. So gibt es in der Ausstellung im Gröbenzeller Heimat- und Torfmuseum Helme der Bayerischen Armee von Ludwig II. bis hin zur Prinzregentenzeit, aber auch Helme, Pickelhauben der Feuerwehren und Polizei aus der damaligen Zeit im Original und als nachgebaute zu betrachten. Auch die prächtige Pickelhaube des letzten deutschen Kaisers, Wilhelm II. ist als Modell zu bewundern. Die Ausstellung kann noch bis 7. September in der „Alten Schule“ in Gröbenzell besucht werden. Der Eintritt ist frei. Geöffnet ist die Ausstellung jeden Sonntag von 10 Uhr bis 12 Uhr, Sonderführungen sind nach Vereinbarung möglich (Telefon: 08142-9639 oder 08142-5377). 

Dieter Metzler

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