Zunächst kommen die Sanitäranlagen

Sanierung am Waldfriedhof

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Friedhofsverwaltung und Bestattungsdienst teilen sich das kleine Büro neben der Friedhofskapelle.

Die Anlagen auf dem Brucker Waldfriedhof sind in die Jahre gekommen. Vor allem die Sanitär- und Aufenthaltsanlagen der Bediensteten sind in einem maroden Zustand und sollen inklusive der alten Maschinenhalle saniert werden. In einem zweiten Schritt soll anstelle des Friedhofswärter-Bungalows ein neues Gebäude für die Friedhofsverwaltung samt Wohnungen errichtet werden.

Fürstenfeldbruck - Die Mitglieder des Planungs- und Bauausschusses wollten sich persönlich ein Bild machen. Bei einem Ortstermin auf dem Waldfriedhof Fürstenfeldbruck wurden die Gebäude sowie die sanitären Einrichtungen unter die Lupe genommen. Das Ergebnis war eindeutig: Vor allem im sanitären Bereich sprach man anschließend von „untragbaren Zuständen für die Arbeiter des Bestattungsdienstes und der Friedhofsverwaltung“. 

Kosten werden auch etwa 930.000 Euro geschätzt

Die Dusch- und Umkleideräume sowie die WC-Anlage für die Bediensteten sind derzeit im Kellergeschoss der Aussegnungshalle neben der Heizung und den Kühlräumen untergebracht. Die gesamten Räumlichkeiten, im Jahr 1967 errichtet, sind stark sanierungsbedürftig. Die Zustände wurden bereits von seitens des Arbeits- und Gesundheitsschutzes bemängelt und eine dringende Abhilfe angemahnt. Geplant ist die Errichtung eines komplett neuen Sanitär- und Aufenthaltstraktes als Anbau an die alte Maschinenhalle, die ebenfalls saniert wird. Die Kosten werden auf etwa 930.000 Euro geschätzt. Damit die Umsetzung zügig erfolgen kann, wird auf Antrag Klaus Wollenbergs (FDP) darauf verzichtet, die konkrete Ausarbeitung der Pläne dem Ausschuss erneut zur Abstimmung vorzulegen. „“Die Verwaltung soll das jetzt durchziehen. Die Kosten sind definiert und bauen können sie. Das ist eine Frage des Vertrauens“, so Wollenberg. Aber auch die beengten Arbeitsverhältnisse im Verwaltungsgebäude stehen zur Diskussion. 

Zusätzlicher Wohnraum von sechs bis zehn Wohneinheiten

Hier teilen sich Friedhofsverwaltung und der städtische Bestattungsdienst das kleine Büro im Anbau neben der Kapelle. Schon aus Pietätsgründen ist eine räumliche Trennung beider Bereiche angebracht, denn während einer Trauerfeier dient den Bestattern bisher der Flurbereich oder eines der beiden Büros als Aufenthaltsbereich, da geeignete Räumlichkeiten fehlen. Ein gleichzeitig anfallender Parteienverkehr kann so nicht angemessen abgewickelt werden. Es entsteht aufgrund der bestehenden Enge eine Atmosphäre, die den Angehörigen eines Verstorbenen schwer zugemutet werden kann. Abhilfe soll der Umbau des Bestandsgebäudes sowie ein wesentlich größerer Neubau anstelle des bestehenden Bungalows an der Ecke Landsberger-/Waldfriedhofstraße schaffen. Dieser könnte neben den Büros auch zusätzlichen Wohnraum beinhalten. Die Rede ist von sechs bis zehn Wohneinheiten, darunter auch geförderter Wohnungsbau für Friedhofsmitarbeiter. Die Kosten für diesen zweiten Bauabschnitt werden mit etwa 3 Millionen Euro veranschlagt. Die Stadtverwaltung wurde vom Ausschuss beauftragt entsprechende Planungen auszuarbeiten. 

Peter Fischer

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