Planungsausschuss bringt Machbarkeitsstudie für Eishalle auf den Weg

Standortsuche für neue Eishalle in Fürstenfeldbruck

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Witterungsabhängig – die Nutzungszeiten des offenen Eisstadions in Bruck sind oftmals stark eingeschränkt.

Das Vorhaben zur Errichtung einer Eissporthalle in Bruck nimmt die nächste Hürde. Der Planungsausschuss legte auf seiner jüngsten Sitzung die Bewertungskriterien für die Standortuntersuchung im Rahmen einer Machbarkeitsstudie fest. Bis Jahresende sollen die Ergebnisse vorliegen, im Januar soll die Standortentscheidung getroffen werden.

Fürstenfeldbruck - Die Situation des Brucker Eisstadions präsentiert sich sowohl für die Eissportvereine und Schlittschuhläufer als auch für den Betreiber, die Stadtwerke Fürstenfeldbruck, alles andere als zufriedenstellend. Große Probleme ergeben sich immer wieder aufgrund der Witterungsverhältnisse, die zu Spielabsagen oder verkürzten Nutzungszeiten führen.

Zwei weitere Standorte sollen untersucht werden

Entsprechend lange wird auch schon über den Bau einer neuen Eissporthalle diskutiert. Es stehen fünf mögliche Standorte zur Auswahl: Neben der Überdachung des jetzigen Eisstadions kämen auch ein Neubau auf dem angrenzenden Bolzplatz sowie auf einer Fläche an der Kurt-Schumacher-Straße gegenüber des Supermarktes in Betracht. Ferner sollen zwei weitere Standorte auf dem Fliegerhorstgelände näher untersucht werden. Nach Abzug der Bundeswehr könnte dort entweder ein ehemaliger Flugzeughangar umgebaut oder aber eine komplett neue Eishalle nördlich des Schwimmbades errichtet werden. Keine Berücksichtigung fand das Areal an der Cerveteristraße, auf dem auch der Bau einer Multifunktionshalle für die Herrschinger Bundesliga-Volleyballer geplant ist. Alexa Zierl (Die Partei/Bruck mit Zukunft) wollte prüfen lassen, ob sich mit dem Bau einer Eissporthalle in unmittelbarer Nähe Synergieeffekte erzielen ließen. Dafür wäre „nicht genügend Platz“, entgegnete Oberbürgermeister Erich Raff (CSU). 

Bis 1.000 Zuschauer soll die Halle fassen

Das 14.100 Quadratmeter große Grundstück wäre mit einer zusätzlichen Halle restlos zugebaut. Die erforderlichen Stellplätze ließen sich dann nur noch in einer zweigeschossigen Tiefgarage realisieren. Dies würde jeglichen finanziellen Rahmen sprengen. Zierls Antrag wurde denn auch mit 9:6 Stimmen abgelehnt. Jeder der fünf Standorte soll eingehend auf die Realisierbarkeit einer bis zu 1.000 Zuschauer fassenden Eishalle geprüft und bewertet werden. Dabei spielen städtebauliche Aspekte ebenso eine Rolle wie die Verkehrsanbindung, der Immissionsschutz oder naturräumliche Rahmenbedingungen. Bei der Gewichtung der einzelnen Kriterien gab es jedoch Diskussionsbedarf. 

Erstmal auf Standortswahl konzentrieren

Hans Schilling (CSU) forderte in Anbetracht „der aktuellen Klimadebatte, die Punkte Natur und Energie stärker zu bewerten.“ Der Forderung Klaus Wollenbergs (FDP), einen Extra-Punkt Wirtschaftlichkeit in den Kriterienkatalog aufzunehmen, wurde von der Ausschussmehrheit eine Absage erteilt. Die wäre erst der zweite Schritt. „Wir sollten uns jetzt erstmal auf die Standortauswahl konzentrieren“ warb Raff für die vom Planungsbüro vorgelegte Bewertungsmatrix. Zumal finanzielle Aspekte in den unterschiedlichen Kriterien bereits berücksichtigt würden. Letztlich einigte man sich auf folgende Gewichtung: städtebauliche und wirtschaftliche Aspekte 45 Prozent, naturräumliche Rahmenbedingungen 20 Prozent, Versorgung und Erschließung 15 Prozent sowie Immissionskonflikte und Verkehrsanbindung jeweils zehn Prozent. Die Ergebnisse sollen bis Jahresende vorliegen, eine Entscheidung soll voraussichtlich im Januar getroffen werden. 

Peter Fischer

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