Neues Konzept

So soll es mit dem Viehmarktplatz weitergehen

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Der nördliche Teil des Brucker Viehmarktplatzes.

Die überarbeiteten Entwürfe zur Viehmarktplatzgestaltung sehen größere Gebäude vor als ursprünglich geplant. Den Vorgaben entsprechend, mehr Verkaufsfläche zu schaffen, werden beide Varianten um mindestens ein zusätzliches Geschoss aufgestockt. Wann mit der Umsetzung begonnen werden soll, ist nach aktuellem Stand jedoch noch völlig offen.

Fürstenfeldbruck - Die Überlegungen zur Umgestaltung des Brucker Viehmarktplatzes gehen in die nächste Runde. Nachdem ein Gutachten den ursprünglichen Entwürfen die wirtschaftliche Rentabilität absprach, wurden die beiden Architekturbüros vom Stadtrat beauftragt, ihre Pläne entsprechend zu überarbeiten. Sowohl die klassische Markthalle, als auch die von den Bürgern favorisierte „Loop-Variante“, ein geschwungener Gebäudekomplex mit integrierten Marktständen und begehbarem Dach, boten für potentielle Investoren bisher zu wenig Verkaufsfläche. Um den ökonomischen Erfordernissen möglicher Betreiber entgegenzukommen, haben die Planer ihre Modelle in jeweils zwei Varianten um ein beziehungsweise zwei Stockwerke vergrößert. 

Große Vorbehalte gegen neue Planung

Die vom Büro BBZ entworfene Markthalle könnte den aktualisierten Entwürfen zufolge nun entweder in zwei nebeneinander stehende Baukörper aufgeteilt oder aber von der Grundfläche her vergrößert und mit einem zusätzlichen Obergeschoss versehen werden. Man käme somit auf eine Verkaufsfläche zwischen 1.200 und 1.400 Quadratmeter. Beide Vorschläge stießen im Gremium jedoch auf große Vorbehalte. Die Begriffe „überdimensioniert und zu mächtig“ machten im Plenum die Runde. Die überarbeitete Version des Loops scheint nach Ansicht vieler Stadträte dagegen nicht nur die Vorgaben für eine künftige Nutzung zu erfüllen, sondern darüber hinaus auch „städtebauliche Akzente setzen“, wie Markus Droth (CSU) anmerkte. 

Stadtrat Hans Schilling: "Der große Wurf ist noch nicht dabei"

Der von Haack und Höpfner ausgearbeitete Entwurf sieht nun auf dem begehbaren Dach, das über eine Außentreppe zugänglich wäre, ein zurückgesetztes Obergeschoss sowie etwas weiter zurückversetzt ein zweites Obergeschoss vor. In diesen beiden Etagen wären Büros, Arztpraxen oder Wohnungen vorstellbar. Die zur Verfügung stehende Nutzfläche betrüge für den Marktbereich im Erdgeschoss etwa 1.300 Quadratmeter. „Die große Freifläche auf dem Dach schwindet zwar“, schränkte Andreas Ströhle (BBV) ein, allerdings war er wie die überwiegende Ausschussmehrheit „froh darüber, dass es weiter geht“, auch wenn für Hans Schilling (CSU) „der große Wurf noch nicht dabei ist.“ 

Gedanken über die Vermarktung

Im nächsten Schritt werden sich die Fraktionen mit den Entwürfen eingehend befassen. Anschließend müsse man sich Gedanken machen, wie man die Vermarktung dieses mehrere Millionen Euro teuren Projekts angeht. Vorstellbar wäre, dass die Stadt eine Tiefgarage in Eigenregie baut und das nördliche Areal des Viehmarktplatzes, auf dem die Gebäude errichtet werden sollen, an potentielle Investoren in Erbpacht vergibt. 

Peter Fischer

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