Neuordnung von Geh- und Radwegen

Planungsvereinbarung mit dem Staatlichen Bauamt zur Sanierung der Augsburger Straße in Fürstenfeldbruck

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Die Augsburger Straße birgt für Radfahrer nicht unerhebliche Risiken.

Fürstenfeldbruck - Über den Ausbau der Radverkehrsführung entlang der Augsburger Straße wird bereits seit Jahren diskutiert. Vor drei Jahren schien eine Zwischenlösung bis zur Generalsanierung der B2 in greifbarer Nähe, wurde dann jedoch vonseiten einer Unfallkommission wieder verworfen. Nun liegt eine Planungsvereinbarung des Staatlichen Straßenbauamtes zur Sanierung und Neuordnung des Straßenraums vor, welcher der Stadtrat auf seiner jüngsten Sitzung mehrheitlich zustimmte.

Die Augsburger Straße zählt mit einem durchschnittlichen Verkehrsaufkommen von 11.000 bis 14.000 Kfz täglich zu den meist befahrenen Straßen Fürstenfeldbrucks. Die wichtige Ausfallstraße in zentraler Nord-Süd-Richtung birgt für Radfahrer nicht unerhebliche Risiken, denn es gibt in der nördlichen Hälfte nur einen einseitigen, gegenläufigen Radweg, im südlichen Streckenabschnitt gar keine Radverkehrsanlagen. Dies soll sich nun ändern. 

Bauamt rechnet mit städtischen Kostenanteil von rund 1,95 Millionen Euro

Nach zähen Verhandlungen mit dem Staatlichen Straßenbauamt Freising, das für die Bundesstraße zuständig ist, liegt der Stadt nun eine Planungsvereinbarung vor, die im Zuge der längst fälligen Fahrbahnsanierung zwischen Dachauer Straße und Am Ährenfeld eine Neuordnung der Stellplätze, Grünflächen sowie Geh- und Radwege vorsieht. Nach einer Schätzung des Brucker Bauamts wird mit einem städtischen Baukostenanteil von etwa 1,95 Millionen Euro gerechnet, zuzüglich Planungskosten in Höhe von rund 300.000 Euro. 

Wünsche der Stadt würden Mehrkosten nach sich ziehen

Verkehrsreferent Mirko Pötzsch (SPD) begrüßt, dass „endlich was weitergeht“, fordert jedoch, „darauf zu achten, dass wir keine 08/15-Straße bekommen.“ Auch Thomas Brückner (Grüne), der sich bereits seit knapp drei Jahrzehnten mit dem Verkehrsforum FFB für mehr Verkehrssicherheit für Radfahrer und Fußgänger einsetzt, ist froh, „dass nach 28 Jahren was passiert“, will aber „keine fertigen Planungen vorgelegt bekommen, sondern einen Entwurf, über den man dann diskutieren kann.“ Dies ginge nicht, entgegnete Oberbürgermeister Erich Raff (CSU). Das staatliche Bauamt würde einen „Plan vorlegen, so wie eine Bundesstraße aussehen soll. Wenn wir dann weitere Wünsche haben, wird das Mehrkosten nach sich ziehen.“ 

Planungen sollen in den Jahren 2021 und 2022 umgesetzt werden

Auf Antrag Alexa Zierls (ÖDP) wurde die Vereinbarung noch um den Zusatz ergänzt, dass die Maßnahmen „insbesondere zur Verbesserung der Situation für Fußgänger und Radfahrer“ führen. Keine Mehrheit hingegen fand Zierls Vorschlag, darüber hinaus festzuschreiben, dass auch der Straßenquerschnitt angepasst werden soll, sodass die Fahrbahn für Kraftfahrzeuge enger werden würde. Seitens des staatlichen Bauamtes könnten nach aktuellem Sachstand die Arbeiten unter der Voraussetzung, dass die Planung noch in diesem Jahr abgeschlossen wird, in den Jahren 2021 und 2022 umgesetzt werden. 

Peter Fischer

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