Planungswerkstätten zum "Runden Tisch Radverkehr"

"Zick-Zack-Parken"

+
Thiemo Graf vom Planungsbüro i.n.s. zeigt den Germeringern die Möglichkeiten für eine Fahrradstraße auf

Zwei Tage, mehrere Straßen und noch mehr Meinungen dazu. Am 18. und 19. Juli ging die Planung rund um die Fahrradfreundlichkeit Germerings in die nächste Phase. Nach den Auftaktgesprächen zum „Runden Tisch Radverkehr“ am 11. Juni in der Stadthalle, bei der 130 Personen teilnahmen, wurde sich an diesen beiden Tagen in der Räumen des Roßstalls getroffen – um nachzudenken, zu diskutieren und ein wenig zuzuhören. Die nächsten Treffen finden im September statt.

Germering - Während es am Mittwochabend um die Landsberger Straße ging, wurde am Donnerstagabend die zweieinhalb Kilometer lange möglich Fahrradstraße entlang der Wiesen-, Frühling- , Südend-, Eisenbahn- und Stegmairstraße genauer betrachtet. Volles Haus hieß es am Donnerstag: Obwohl das Wetter eher nach einer Fahrradtour mit anschließender Einkehr im Biergarten rief, ließen es sich über 30 Germeringer – vorwiegend Anwohner der Straßen – nicht nehmen an der Planungswerkstatt teilzunehmen. Drei große Themenbereiche standen im Vordergrund: Fahrradstraße, Kinder und Fußgänger sowie das Kfz-Parken. Besonders die hohe Verkehrsbelastung, schmale Gehwege und „das Zick-ZackParken“ sind Aufreger-Themen bei den Bürgern. Ziel der Werkstätten sei es, so Thiemo Graf, Inhaber des Planungsbüros i.n.s., gemeinsam an den unterschiedlichen Terminen einen Planungsentwurf zu gestalten, der öffentlich vorgestellt werden kann und nach einer Prüfung des Ausschusses umgesetzt wird. Auch wenn sich ein Realisierungszeitraum über mehrere Jahre erstrecken könne. „Am Ende soll eine Lösung stehen. Der Wunsch ist, dass jeder Bürger dahinter stehen kann – ein möglichst breit getragener Entwurf“, erklärt Graf. 

Zwei Tage, mehrere Meinungen

Die Gruppe am Donnerstag wird kurzerhand zweigeteilt, in Ost und West, mit der Unteren Bahnhofstraße als Knotenpunkt. Jede Straße habe seine unterschiedlichen Gegebenheiten, diese seien ebenso zu bedenken wie die Rahmenbedingungen, die mit der Stadt vereinbart wurden. Es gebe keine konkreten Vorgaben, die Bürger können sich ihre Straßen selber erarbeiten. Das Ziel solle lediglich realistisch sein, erläutern die Planer aus Deutschland und den Niederlanden. Einbahnstraßen sind dabei ebenso denkbar wie Parkverbote. Gefahren minimieren steht im Fokus der Gespräche. „Es ist zu erwarten, dass deutlich mehr Menschen Fahrrad fahren, deshalb muss die Infrastruktur angepasst werden“, betont Graf. 

Claudia Becker

Auch interessant

Meistgelesen

+++ Blaulicht-Ticker für den Landkreis Fürstenfeldbruck
+++ Blaulicht-Ticker für den Landkreis Fürstenfeldbruck
Stichwahl in Alling: Joachimsthaler gegen Schröder
Stichwahl in Alling: Joachimsthaler gegen Schröder
Wirt missachtet Allgemeinverfügung und will Gäste durch Hintertür verschwinden lassen
Wirt missachtet Allgemeinverfügung und will Gäste durch Hintertür verschwinden lassen
Stichwahl in Emmering: Cording gegen Floerecke
Stichwahl in Emmering: Cording gegen Floerecke

Kommentare