Premiere für den neuen Oberbürgermeister – 300 Gäste strömten zum Neujahrsempfang der Stadt Fürstenfeldbruck  – Amtskette blieb im Schrank

OB Pleil: Bürger bei Überplanung  des 200 Hektar Fliegerhorst-Areals einbeziehen

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Brucks OB Klaus Pleil und Gattin Claudia (r.) begrüßten die neue Vorsitzende des Historischen Vereins, Anna Ulrike Bergheim und das neu ernannte Ehrenmitglied des Vereins, Otto Meißner.

Fürstenfeldbruck – Knapp 300 Gäste, darunter die Landtagsabgeordneten Kathrin Sonnenholzner (SPD) und Dr. Herbert Kränzlein (SPD) sowie zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung, Banken, Bundeswehr und Vereinen strömten zum Neujahrsempfang der Großen Kreisstadt am 22. Januar ins Veranstaltungsforum Fürstenfeld.

Hände schütteln, das gehe noch für einen ehemaligen Handballer, meinte der seit neun Monaten regierende OB, als er mit Gattin Claudia am Eingang des Stadtsaals die Neujahrswünsche der geladenen Gäste entgegennahm. Mit der zu solchen Anlässen von seinem Vorgänger stets angelegten schweren Amtskette kann sich der neue Rathauschef allerdings nicht anfreunden. Die sei im Rathaus-Schrank gut aufgehoben, gab Pleil Auskunft. Doch auch ohne diese protokollarische Insignie, die den Träger legitimiert als das, was er als Amtsträger ist und repräsentiert, erlebten die geladenen Gäste eine gelungene Premiere des neuen OB. 

Neben seiner Ansprache standen auch heuer traditionell die Ehrungen verdienter Brucker Bürgerinnen und Bürger im Mittelpunkt des Empfangs. Mit viel Beifall bedacht wurde der Jugend-Musik-Verein Fürstenfeldbruck für seine schmissige musikalische Begleitung sowie der Auftritt der Schauspielerinnen und Sängerinnen Ute Reiber und Monique Neviandt, begleitet von Robert Seiter am Flügel, von der Münchner Agentur Schauspielplatz. Angesicht des beim Pariser Terrorakt getöteten Polizisten aus der Partnerstadt Livry-Gargan falle ihm eine Launigkeit bei seiner Ansprache doch schwer, meinte Pleil und richtete bei seinen weiteren Ausführungen sogleich den Blick auf die Aufgaben, die auf Stadt, Verwaltung und Stadtrat im Jahre 2015 zukommen. Als größte und spannendste Aufgabe bezeichnete Pleil dabei die Konversion des Fliegerhorstes. 200 Hektar neu zu überplanen, stelle die Stadt vor eine große Herausforderung, zumal sich auf dem Fliegerhorst doch viele denkmalgeschützte Gebäude befinden. Man werde die Bevölkerung in die Entscheidungen mit einbeziehen, versprach Pleil. 

Die Verlegung der Stadtwerke, der Neubau des Bauhofs, auf dem Weg zur Energiewende ein weiteres Windrad gemeinsam mit den Stadtwerken zu errichten, nannte Pleil als weitere große Ziele. Für den Erhalt der Amperbrücke werde man sich weiter einsetzen, die Unterschriftensammlung dazu reiße nicht ab, teilte Pleil mit. Und mit dem Kauf des Lichtspielhauses an der Maisacher Straße soll ein neuer Kultort entstehen. Viele Interessenten hätten sich schon gemeldet, informierte Pleil. Bei der Neugestaltung des Viehmarktplatzes hoffe er auf einen  „Magnet“ für die Innenstadt, das Votum der Bürgerbefragung habe eindeutig vorgegeben, wohin der Weg führen soll. „Die Autos müssen unter die Erde“, werde unter dem Viehmarktplatz eine Tiefgarage entstehen, so Pleil. Auch die von Alt-OB Sepp Kellerer noch angestoßene Umgestaltung des Geschwister-Scholl-Platzes werde weiter verfolgt. Bei der Erstellung eines neuen Verkehrskonzepts will man durch eine Umwidmung der Bundesstraße 2 eine Verlagerung erreichen, um damit die Stadt die Hoheit über die Straße erhalte. An Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt habe er in einem Brief blaue Radfahrwege vorgeschlagen, um am Beispiel des fahrradfreundlichen Kopenhagen auch in Bayern eine sichere Kennzeichnung der Radwege zu erreichen. Einen Skulpturenpfad, der das Kloster und das Zentrum besser verbindet, plane man, das Sportflächenkonzept werde weiter verfolgt werden und auch das Volksfest erfahre eine völlig neue Konzeption. 

Dieter Metzler

 

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