Politik macht Schule - Hasselfeldt in der FOS

Als „Politik zum Anfassen“, bezeichnete Sozialkundelehrerin Elke Richter den Besuch von Gerda Hasselfeldt, als die Bundestagsvizepräsidentin vor kurzem zwei Klassen der Fachoberschule (FOS) in Fürstenfeldbruck einen Besuch abstattete. Die Bundestagsabgeordnete nahm sich viel Zeit und erzählte den Zwölftklässern von ihrem Weg in die Politik, sprach über ihre politische Arbeit und diskutierte mit ihnen über aktuelle politische Ereignisse.

Nach der Begrüßung durch Schulleiter Otto Kolbe ließ Gerda Hasselfeldt zunächst ihre Vita Revue passieren. Dabei erfuhren die Schülerinnen und Schüler, dass die Bundestagsvizepräsidentin aus einer politisch interessierten Familie stammt. Schon ihr Vater war Bürgermeister, Landtags- und Bundestagsabgeordneter. Gerda Hasselfeldt trat sozusagen in die politischen Fußstapfen ihres Vaters. Im Jahre 1969 wurde sie CSU-Mitglied, gehörte den Kreistagen der Landkreise in Regen und Fürstenfeldbruck an, arbeitete in vielen politischen Gremien mit, u.a. gehörte sie dem CSU-Landesvorstand an, war Landesvorsitzende der Frauen-Union und Vorsitzende des Kreisverbandes in Fürstenfeldbruck. Über die Landesliste zog die Diplom-Volkswirtin 1987 in den Deutschen Bundestag ein. Danach schaffte sie stets als direkt gewählte Abgeordnete des Wahlkreises Fürstenfeldbruck/Dachau die Wiederwahl. Während dieser Zeit war sie Vorsitzende der Arbeitsgruppe Finanzen und finanzpolitische Sprecherin der CDU/CSU-Fraktion, stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU für die Bereiche Verbraucherschutz, Ernährung, Landwirtschaft, Kommunalpolitik und Tourismus. Für kurze Zeit bekleidete sie die Ministerämter für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau sowie danach für Gesundheit. Im Oktober 2005 wurde sie zur Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages gewählt. Die akute politische Situation in Deutschland, die Studiengebühren, die Finanzmarktkrise, die EU-Verfassung, der Umweltschutz und der Klimaschutz – die Palette der Themen, über die die Schülerinnen und Schüler mit der Bundestagsvizepräsidentin diskutierten, war breit. Gerda Hasselfeldt ging ausführlich auf die vielen Fragen ein und erläuterte dabei den Schülerinnen und Schülern, die im nächsten Jahr erstmals an Bundestagswahlen teilnehmen, gleichzeitig auch die Entscheidungen der Bundesregierung. Dabei wurde deutlich: Nationale und internationale Entwicklungen beschäftigen die Jugendlichen nicht nur im Rahmen ihres Schulunterrichts. Die Zwölftklässer nutzten die Chance, sich mit der Abgeordneten intensiv auszutauschen. Mit lang anhaltendem Applaus und einem kleinen Blumenstrauß, den Schüler Max Cramer überreichte, bedankten sich die Schülerinnen und Schüler nach zwei Unterrichtsstunden für die Zeit, die sich die Politikerin für sie genommen hatte.

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