Politik im Maisacher Festzelt

Hubert Aiwanger (FW) ließ im Festzelt kein Thema aus

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Gottfried Obermair (sitzend) und der Allinger Landtagsabgeordnete Hans Friedl mit Hubert Aiwanger (rechts).
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Noch im Mai 2018 kam Hubert Aiwanger als Bundes- und Landesvorsitzender sowie als Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler (FW) im Bayerischen Landtag zum politischen Frühschoppen nach Bruck.

Maisach – Am vergangenen Donnerstag gab sich Aiwanger nun als stellvertretender Bayerischer Ministerpräsident und Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie im Maisacher Festzelt die Ehre. „Das hätte ich fast nicht für möglich gehalten“, freute sich der FW-Kreisfraktionsvorsitzende und Maisacher Gemeinderat, Gottfried Obermair, bei der Begrüßung des Zugpferds der Partei im gut gefüllten Festzelt.

Aiwanger ließ sich in seiner über einstündigen Festrede seine nach den letzten Landtagswahlen im vergangenen Herbst neue staatstragende Funktion aber nicht anmerken, sondern er sprach wie gewohnt „frei von der Leber weg“, was die knapp 700 Zuhörer mehrmals mit Beifall quittierten. Gut aufgelegt stellte er fest, dass so ein volles Bierzelt in einer Zeit, wo noch nicht einmal Wahlen sind, ein wunderbarer Anblick sei.

Aiwanger riss auch lokale Themen an

In seinem politischen Statement ließ Aiwanger kein Thema aus und stellte vor allem die Erfolge heraus, die seine Partei erreicht hat, seitdem sie als Koalitionspartner der bayerischen Staatsregierung in der Mitverantwortung steht. Beginnend mit der Abschaffung des G9, sowie der Studiengebühren und der Straßenausbaubeiträge spannte der Wirtschaftsminister den Bogen bis hin zur Bildungs- und Asylpolitik. Dabei vergaß der 48-jährige Niederbayer nicht auf die regionalen Themen wie den viergleisigen Ausbau der S4, die Olchinger Südwestumfahrung, oder die Konversion des Fliegerhorstes kurz einzugehen. Quasi zugespielt hatten ihm diese Themen Gottfried Obermair und der Allinger Landtagsabgeordnete Hans Friedl in ihren Grußworten. So sehe er die Umgehung Olchings als sehr kritisch an, wenn diese quer durch die Wiese und durch Überschwemmungsgebiet verlaufe. Man müsse einige Umgehungsstraßen unter die Lupe nehmen und da gehöre Olching dazu.

In alternative Energien investieren

Bei allen Verlockungen müsse man von der Kernenergie wegkommen, ging Aiwanger auf die Energiewende ein, forderte mehr Windräder, mehr Photovoltaik und mehr Biogasanlagen sowie energetische Haussanierungen, um Energie einzusparen. 80 Milliarden Euro teure Stromtrassen von Nord- nach Süddeutschland brauche man seiner Meinung nach nicht.

„Mehr Lehrer kosten Geld, aber Dummheit kostet noch mehr Geld“

Das Handwerk und die mittelständischen Betriebe stellen das Rückgrat der bayerischen Wirtschaft dar, so Aiwanger. Er unterstütze die Meisterpflicht und die Abschaffung der Erbschaftssteuer. „Es ist keine Schande, wenn ein Abiturient Handwerker wird.“ Auch müsse mehr in die Bildung investiert werden, Aiwanger forderte mehr Lehrer. Das koste Geld, aber Dummheit koste noch mehr Geld. Ebenso forderte Aiwanger mehr Investitionen. „Wir müssen Bayern wind- und sturmfest machen und nicht das System kaputt sparen.“ Flächenzertifikate für Kommunen als Mittel gegen den Flächenverbrauch lehnte Aiwanger ab. Stark investieren will der Energieminister in Wasserstoff, den „Energieträger der Zukunft“ seiner Meinung nach.

Aiwanger im Goldenen Buch

Auch Maisachs Bürgermeister Hans Seidl (CSU) war zusammen mit seinen beiden Vertretern, Roland Müller (CSU) und Waltraud Wellenstein (SPD), sowie dem Goldenen Buch der Gemeinde unter dem Arm, ins Festzelt gekommen, um den Besuch des stellvertretenden Ministerpräsidenten auch für die Historie der Gemeinde zu dokumentieren.

Altbürgermeister Landgraf geehrt

Den Abschluss der Veranstaltung bildete eine öffentliche nachträgliche Würdigung des 79-jährigen Altbürgermeisters Gerhard Landgraf, der unlängst für seine über drei Jahrzehnte lange Bürgermeistertätigkeit mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland geehrt wurde.

Dieter Metzler

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